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Der Blick aus dem Penthouse ist einen Mord wert: die neue Serie „Magic City“

Was bei „Mad Men“ geklappt hat, kann bei „Magic City“ nicht schiefgehen: Wenn die Zeiten verwirrend bis schlecht sind, lehnt man sich besonders gern im Fernsehsessel zurück und schaut sich Bilder aus einer anderen Welt an. In diesem Fall ist es Miami Beach, 1959. Auch hier wird viel geraucht und getrunken, alle tragen schicke Abendgarderobe und in ihren Blicken die Hoffnung, nicht zu versagen – im Kasino, am Verhandlungstisch, beim Flirt. Wenn sie hart arbeiten, dann für das Amusement anderer Leute: „Magic City“ spielt hauptsächlich im Miramar Playa Hotel. Eine spektakuläre Kulisse: An der Bar wird mit Frank Sinatra gefeiert, im Pool schwimmen schöne nackte Frauen, der Ausblick aus dem Penthouse ist einen Mord wert.

Und zu dem kommt es dann auch schnell, denn natürlich ist hier nicht alles so herrlich, wie es beim ersten Rundgang scheint. Hotelbesitzer Isaac „Ike“ Evans muss sich leider mit dem Mob einlassen, die Gewerkschaft setzt ihm auch zu. Seine Ehefrau (Bond-Girl Olga Kurylenko) ist nicht gerade pflegeleicht, die Söhne sind auch kein reiner Quell der Freude. Der ein wenig vorhersehbare Plot ist nicht ganz so grandios wie der Schauplatz, doch der Hauptdarsteller macht diese kleine Schwäche wieder wett. Jeffrey Dean Morgan (einst Herzpatient Danny Duquette in „Grey’s Anatomy“) spielt den Selfmade-Millionär mit viel Melancholie, aber dem eisernem Willen, an seinem Erfolg festzuhalten. Koste es, was es wolle. Und natürlich kostet es viel. Viel mehr als Geld.

ZDFneo zeigt mittwochs ab 22.30 Uhr die ersten beiden Staffeln von „Magic City“ als Free-TV-Premiere. Und wer es an einem gewöhnlichen Werktag nicht allzu glamourös haben will, der kann vorher auf *glitz die zweite „Girls“-Staffel anschauen. Nach „Lilyhammer“ auf TNT-Serie natürlich. Vielleicht der beste Abend der Woche!


„The Rocky Horror Picture Show“: Sex, Gewalt, viel Quatsch und noch mehr gute Songs

Musicals werden eher selten von Menschen besucht, die sich wirklich für Musik interessieren. Oder für interessante Handlungsstränge. Oder für gute Schauspieler. Der Pathos von "Cats" oder dem "Phantom der Oper", der Unsinn von "Starlight Express": nichts für schwache Nerven. Natürlich gibt es Ausnahmen: die "West Side Story", wenn man es altmodisch mag. Hair", wenn man Hippies mag. Und dieses eine Musical, das fast jeder wenigstens einmal gesehen hat - und das viele dutzendfach gesehen haben: Richard O'Briens "The Rocky Horror Picture Show".   Der rote Mund, der einen eingangs zur "late night double feature picture show" einlädt, verspricht schon Faszinierendes:…
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