Die Natur greift an – 10 Situationen, in denen uns Unwetter Konzerte verhagelt haben

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Die Natur greift an – 10 Situationen, in denen uns Unwetter Konzerte verhagelt haben

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Das Wetter ist gerade im Sommer ein unberechenbarer Faktor, der so manchem Konzertveranstalter schon mal ordentlich dazwischen funken kann. Wenn ein plötzliches Gewitter aufzieht, sich ein Sturm zusammenbraut oder die dicken Wolken einfach nicht vorüberziehen wollen, endet ein Konzert oder Festival aus Sicherheitsgründen schon mal vorzeitig. In den letzten Jahren häuften sich die Zwischenfälle – nicht immer gingen solche Situationen glimpflich ab.

„Mutter Natur gewinnt immer“

Jüngstes Beispiel: Bei einer Show in Quebec (11. Juli) spielten die Foo Fighters gegen heftigen Sturm und Regen an. Aller Eifer nützte nichts – nach vier Songs mussten die Jungs abbrechen, versprachen aber ein anderes Mal wiederzukommen. Schon ihr 20-jähriges Jubiläum in Washington D.C. wäre beinahe ins Wasser gefallen. Vor dem Auftritt der Foo Fighters musste das Stadium kurzzeitig wegen Unwetters geräumt werden.

Tödlicher Unfall

Ebenfalls am Wochenende (10. bis 12. Juli) starb ein 23-jähriger Besucher beim „Electric Love“-Festival in Österreich durch einen umstürzenden Lichtturm. Das Sicherheitspersonal hatte einen Teil des Campinggeländes, auf dem der Unfall geschah, bereits abgesichert.

Regentanz von Helene Fischer

Anfang Juli musste Helene Fischer ihren Auftritt im Berliner Olympiastadion vorzeitig beenden, weil Blitze, Donner und heftiger Regen die Show behinderten. Gegen 22.30 Uhr war entschieden worden, dass die Sicherheit für Künstlerin und Publikum nicht mehr garantiert werden kann.

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Pitschnasse Helden

Im August 2011 traf es Wir Sind Helden – ihr Konzert in Hamburg musste nach nur einer halben Stunde für beendet erklärt werden. „Es tut uns wahnsinnig Leid, aber wir haben Order von oben – bitte geht nach Hause.“ Dass diese Order durchaus Sinn macht, zeigt sich am Beispiel des nächsten Zwischenfalls.

Glastonbury Mud And Crowds

Blitzschlag bei Rock am Ring 2015

In diesem Jahr bekamen Festival-Besucher bei Rock am Ring zu spüren, welche Probleme ein Unwetter auf freiem Gelände verursachen kann. Am neuen Standort in Mendig wurden 27 Menschen durch einen Blitzeinschlag verletzt. Die Show von Fritz Kalkbrenner war aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, damit der Platz schnellstmöglich geräumt werden konnte.

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Sturmfront unterbricht The Gaslight Anthem

Beim Nova Rock Festival hatten dieses Jahr The Gaslight Anthem Pech mit dem Wetter. Eine rotierende Schwergewitterzelle fegte Mitte Juni über die Bühne in Österreich hinweg. Gegen 19 Uhr hatte die Band erst eine wenige Songs gespielt, als das Unwetter über das Festival hereinbrach. Nach zehn Minuten war der apokalyptische Spuk dann auch schon wieder vorbei, Zeit, um das Konzert fortzusetzen, gab es aber nicht. Stattdessen entschieden die Veranstalter planmäßig mit dem Farin Urlaub Racing Team nachzulegen.

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Fünf Tote beim Pukkelpop

Im August 2011 starben fünf Menschen beim belgischen Festival Pukkelpop, über 70 Besucher wurden teils schwer verletzt. Wegen eines schweren Unwetters waren mehrere Zelte eingestürzt – die Zuschauer mussten sich zudem vor umherfliegenden Gegenständen schützen.

Wetter-Eskapaden beim „With Full Force“-Festival

Der Name sagt es schon – beim „Full Force Festival“ in Roitzschjora (Sachsen) entfesselt das Wetter öfters seine unbändigen Kräfte. Im Jahr 2012 wurden 51 Menschen durch einen Blitzeinschlag auf dem Campinggelände verletzt. Hinzu kamen Windböen der Stufe 11, die vom Festival nur Chaos übrigließen. Dieses Jahr ging es glimpflicher ab: Wegen einer Unwetterwarnung waren die letzten Shows von In Flames, Eisbrecher, Rotting Christ und The Ruins of Beverast abgesagt worden – das Gelände wurde sicherheitshalber geräumt.

Hurricane Festival unter Wasser

Im Jahr 2006 traf es das Hurricane Festival: Es regnete so viel, dass das Gelände nicht betretbar war, auf dem Campingplatz hausten die durchnässten Zuschauer in zerfledderten Zelten. Die Show von Muse musste daher abgesagt werden.

Alternative View - Glastonbury Festival

Absage von Kings Of Leon

Im Juni 2015 fiel der Headliner-Slot von Kings Of Leon beim Firefly Festival dem starken Unwetter zum Opfer. Die Veranstalter hatten zunächst noch versucht, die Show vorzuziehen und so vor dem Sturm über die Bühne zu bringen. Letztlich musste das Festival aber doch komplett evakuiert werden. 90.000 Menschen suchten Schutz in ihren Autos.

Konzerte im Freien sind und bleiben also immer auch ein kleines Wagnis – vor den Naturgewalten geht sogar Rock’n’Roll in die Knie. Beim nächsten Mal könnte man es aber ja mal mit dem legendären Regenruf von Woodstock probieren:

Martin Godwin Getty Images
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