„Die Zeitmaschine“-Star Yvette Mimieux ist tot


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Yvette Mimieux ist tot. Die Schauspielerin verstarb mit 80 Jahren an einem natürlichen Tod – dies bestätigte ihre Familie sowie ein weiterer Vertreter.

Ihren Durchbruch hatte die Schauspielerin und Schriftstellerin mit dem in den 1960er Jahren verfilmten Science-Fiction-Roman „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells. Dort spielte sie neben Rod Taylor die weibliche Hauptrolle. Daraufhin folgten Filme wie „Where the Boys Are“, „Platinum Highschool“ oder „Mr. Lucky“. Von der Kritik wurde sie vor allem durch ihr besonderes Einfühlungsvermögen bei ihren Rollen gelobt.

Daneben hatte sie verschiedenste Gastrollen, wie etwa in der Richard-Chamberlain-Serie „Dr. Kildare“. Dort spielte sie eine an Epilepsie erkranke Surferin, wo sie in einer Folge ihren Bauchnabel zeigte, was im damaligen amerikanischen Fernsehen als Skandal galt. Hierauf folgten weite Rollen, wie etwa eine Hauptrolle in der Serie „The Most Deadly Game“ aus den 1970er Jahren.

Kritik an der Darstellung von Frauen im Kino und Fernsehen

Ihre Aufmerksamkeit und Interessen widmete sich dennoch nicht ausschließlich dem Film und der Schauspielerei. Mimieux studierte Archäologie und führte ein Geschäft mit haitianischen Produkten. Zudem übte sie sich im Laufe ihrer Karriere ebenfalls als Schriftstellerin.

Ihrer Rolle als Frau in der Film- und Schauspielwelt der 70er stand sie zudem kritisch gegenüber. Hier drückte sie vor allem ihre Unzufriedenheit darüber aus, indem sie betonte, dass Frauen in Serien und Filmen „eindimensional“ und „oberflächlich“ dargestellt seien.

Im Jahr 1992 wirkte sie schließlich bei ihrem letzten Film „Lady Boss“ mit und zog sich daraufhin in das Immobiliengeschäft zurück. Mimieux war von 1972 bis 1985 mit dem Regisseur Stanley Donen verheiratet, von dem sie sich aber nach 13 Jahren scheiden ließ. Später heiratete sie den Multi-Millionär Howard Ruby. Beide haben keine gemeinsamen Kinder.