Do You Know Where The Fuck You Are? Die 20 besten Songs von Guns N‘ Roses


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5. Breakdown (aus „Use Your Illusion II“)

Zusammenbrüche gibt es in vielen Guns N’Roses-Songs, das siebenminütige „Breakdown“ bringt sie auf den Punkt. Die vorzeitige Lebensbilanz, von Axl Rose allein geschrieben, hat eine unwiderstehliche Melodie, zunächst auf der Akustikgitarre geschrammelt, und gleich etliche Zeilen fürs Poesiealbum – wie diese hier: „Remember in this game we call life that no one said it’s fair.“ Den Spoken-Word-Quatsch am Ende mit dem Tiger, dem Brahmanen und dem Super-Guru hätte es freilich nicht gebraucht. (BF)

4. It’s So Easy (aus „Appetite For Destruction“)

https://www.youtube.com/watch?v=hUwW7RI3U0w

Als Vorabsingle von „Appetite for Destruction“ eine kuriose Wahl – tatsächlich war „It’s So Easy“ die allererste Gunners-Single überhaupt. Es ist auch ihr bis heute sexistischster Song, der frei von jeder Ironie die Allmacht von Rose‘ unter Beweis stellen soll. „Turn around bitch I got a use for you“ ist die vielleicht berüchtigste Zeile aus dem Band-Kosmos, das hinterher geschobene „Besides you ain’t got nothin‘ better to do / And I’m bored“ entschärft die Situation nur bedingt. Duff McKagans Bass klingt wie eine Hornisse, die gleich zustechen will. (SN)

3. Coma (aus „Use Your Illusion I“)

Der längste GN’R-Song und auch der intensivste, nicht wegen der Intensivstationgeräusche im Hintergrund. So verzweifelt, so außer sich klang Axl Rose danach nie wieder. Mehr als zehn Minuten kämpft er in „Coma“ um sein Leben. Er stirbt an einer Überdosis und fühlt sich im Nichts ganz wohl, er betrachtet sein Leben aus dem Off und spricht seine Freunde von Schuld frei, dann wird er zurückgeholt und stellt fest, dass nur er sich selbst helfen kann: „No one else can heal your soul.“ Ein ergreifendes Drama. (BF)

2. You Could Be Mine (aus „Use Your Illusion II“)

https://www.youtube.com/watch?v=rh2SVX7nBe0

Wir schreiben das Jahr 1991 im Juni, und es galt keinesfalls als gesichert, dass Guns N‘ Roses mit den anstehenden „Use Your Illusion I“ und „II“ ihren Superstar-Status halten würden. Vier Jahre – wenn man vom Mini- plus Live-Album „Lies“ absieht – waren seit „Appetite for Destruction“ vergangen. Wartete die Welt noch auf die Band? Ihr Comeback läuteten Guns N‘ Roses mit einer der wohl besten Comeback-Singles überhaupt ein. „You Could Be Mine“ beginnt mit einer Art Parade der Instrumente, Schlagzeug, Bass, die zwei Gitarren drehen ihre Runden, bis sich die Band nach eineinhalb Minuten findet und gemeinsam losprischt. Gutes Gespür bewies man mit der Zusage, „You Could Be Mine“ als Titelsong für den zweiten „Terminator“-Film zur Verfügung zu stellen – auch hier konnte man nicht einhunderprozentig vorhersagen, dass der Schwarzenegger-Streifen ein Hit werden würde. Er wurde dann ein Superhit.

Unabhängig davon ist Axl Rose wohl nur ein „Waste Of Ammo“:


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1. Sweet Child O’Mine (aus „Appetite For Destruction“)

Dieser Song muss die Nummer eins sein, was denn sonst? An den ersten zwei Takten von Slashs Intro erkennt man die Ballade, dann setzt Axl Rose ein: „She’s got a smile …“, alles ist Sehnsucht und Verlangen, aber auch Erinnerung an die längst vergangenen unschuldigen Kindheitstage. Nach zweieinhalb Minuten übernimmt Slash wieder die Regie, der Song zieht an, und auf die wiederholte Frage „Where do we go now?“ gibt es natürlich keine einfache Antwort. (BF)


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