Douglas Couplands „Generation A“: Bienenstiche der Zukunft


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Wer gerne diese Art von Sätzen liest, die man am liebsten selbst als Bonmot rausgehauen hätte, der kommt auch in Couplands neuem Roman wieder auf seine Kosten. Beispiel gefällig? „Mais ist ein gottverdammter Alptraum. Vor tausend Jahren war er bloß ein Grashalm mit einem einzigen lumpigen Samenkorn dran, heute ist er ein aufgeblähter, ellenlanger, buttriger Kohlenhydratdildo.“ Das muss man doch einfach mal so feststellen.

Auch den kurzen Vortrag des Farmers Zack hätte sich so mancher Musiker gerne selbst ausgedacht: „Schon mal mit Groupies geschlafen? Die sind sssuuuperr, und wenn du es richtig anpackst, waschen sie dir auch noch die Wäsche und backen die Omelettes: Und das Beste ist, dass du gleichzeitig hilfst, ihr Selbstwertgefühl zu steigern, wenn du sie das machen lässt. Ja, im Grunde gibst du mehr, als du nimmst.“

Aber Coupland schafft es in „Generation A“, das unlängst im Tropen-Verlag erschienen ist, natürlich ebenso, eine düstere bis amüsanten Version einer gar nicht so unmöglichen Zukunft zu erzählen.

Matthias Wulff hat sich das Buch in unserer Augustausgabe vorgenommen.

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