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Drei Fragen an Kate Bush. Neues Video zu „Wild Man“


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„50 Words For Snow“ von Kate Bush ist gerade erschienen und schon ihr zweites Album in diesem Jahr. Wir erinnern uns: Ihre Sammlung ungearbeiteter Songs „Director’s Cut“ erschien Ende Mai. Dass Kate Bush, die sonst eher durch Unerreichbarkeit und Abwesenheit von sich reden machte, in diesem Jahr dermaßen präsent ist, ist wohl nicht weniger als eine Sensation – und genau deshalb ein guter Grund, sich der Künstlerin in einem ausführlichen Special zu widmen, wie wir es in der kommenden Ausgabe tun werden. Aber zunächst gibt es hier den neuen Clip zu „Wild Man“, oder vielmehr ein Auszug davon. In dem animierten Video taucht Kate Bush natürlich nicht auf, dafür sieht man viel Schnee und einen Trupp arktischer Jäger, der augenscheinlich einen flüchtigen Schneemann zu Strecke bringen will. Dazu singt es: „They are trying to hunt you down…“

Lesen Sie hier einen erhellenden, kurzen Auszug aus dem Interview, das Joachim Hentschel für unser Special mit Kate Bush führte.

Beim neuen Album „50 Words For Snow“ ist für Ihre Verhältnisse doch alles sehr schnell gegangen. Warum nur?
Mein vorheriges Album „Director’s Cut“ hatte ich zwar schon vor einiger Zeit fertiggestellt – aber ich war immer noch in dieser sehr konzentrierten Arbeitsstimmung, als ich mit der neuen Platte begann, es gab keine Unterbrechung oder Ablenkung. Es hat also wirklich Spaß gemacht! Der andere Grund: Wir mussten das Album rechtzeitig fertig bekommen, um es noch im Winter auf den Markt zu bringen. „50 Words For Snow“ funktioniert im Sommer nicht so gut.

So wie Sie das sagen, „wirklich Spaß gemacht“ – das klingt, als wäre das eher die Ausnahme.
„Director’s Cut“ zu machen war zwar ziemlich wichtig für mich – trotzdem wurde es zeitweise zu einer echten Tortur. Der technische Aufwand war riesig, die Arbeit zog sich. Viel mühsamer und langwieriger, als ich erwartet hatte.

Geht Ihnen das eigentlich auf die Nerven, dass alle Sie immer fragen: „Wie lange dauerte dies und das, und wann genau haben Sie …?“
Nein, stört mich gar nicht. Allerdings finde ich es als Künstlerin immer wieder frustrierend, wie wahnsinnig lange es oft dauert, bis das Material, an dem man arbeitet, wirklich fassbar wird. Meistens kommt das nur daher, dass das Leben eben noch aus anderen Dingen als Arbeit besteht. Die lange Pause zwischen „The Red Shoes“ und „Aerial“ (zwölf Jahre, Anm. d. Red.) kam daher, dass damals so viel Neues in meinem Leben passierte (u. a. die Geburt ihres Sohnes). Und ich lange brauchte, um mir wieder eine Art Arbeitsplatz einzurichten, eine Sphäre zum Musikmachen.

Das Special finden Sie in unserer Dezemberausgabe, die am 24. November erscheint.


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