Dschungelcamp 2014: Mola macht die Biege

Nach dem erwartungsgemäßen Abschied von Corinna Drews traf es am Samstag etwas überraschend den sehr geheimen Favoriten, Julian F.M. Stoeckel – der bisher kaum bekannte Mode-Designer war von den Moderatoren zwar verspottet worden, hatte aber immerhin mit einem Temperamentsausbruch und sarkastischen Bemerkungen einigen Eindruck gemacht. Stoeckel wirkte nicht so, als hätte er mit seiner frühen Abberufung gerechnet und sagte später, er sei froh darüber, dass er nicht als Erster herausgewählt wurde.

Fast zitterig blieb Tanja Schumann nach der gestrigen Entscheidung auf dem Baumstamm zurück: Der ebenso heuchlerische wie larmoyante Mola Adebisi war von der Gemeinde abgestraft worden und hatte damit die wie lobotomisierte Komödiantin gerettet. Tanja wäre Überlebenskünstlerin zu nennen, würde sie nicht wahrscheinlich im nächsten Wahlgang ins Hotel geschickt. Marco hat sich trotz einer schwierigen Dschungelprüfung und wenig heldenhaften Klagen stabilisiert, und auch der freundliche, stets konziliante Jochen empfiehlt sich nicht für den Abgang. Gabby steht spätestens seit der Erzählung von ihrer Jugend und ihrem Kind, das in Pflege gegeben wurde, unter besonderem Schutz – ihre schlechten Erfahrungen mit Sido sind freilich unter Naivität zu verbuchen, bestätigen aber die Vermutungen über das Lotterleben des Reihenhaus-Rappers. Geerdet von trister Herkunft, jugendlichem Leichtsinn und üblen Irrtümern, hat sich Gabby den Charme der unbeugsamen, ein bisschen überkandidelten Kämpferin bewahrt. 

Zwischendurch meldete Larissa nächtens ein gebrochenes Handgelenk, nachdem sie auf eine Tasse gestürzt war, doch auch diese Kalamität war ein Fehlalarm. Auf ihrem Weg zur „Kaiserin“, wie sie selbst sagt, kann ihr recht eigentlich nur noch Häuptling Winfried in die Quere kommen, der sein Beharrungsvermögen deutlich ausstellt. Während Mola auch noch notdürftig Freude über seine Demission spielte, bedankte Winfried sich erleichtert bei den Moderatoren. Das Wetter soll noch besser werden. Und der Wendler veranstaltet in der Stadt lärmende Bootsfahrten für die Heimkehrer, bei der sie seinen neuen Song mitsingen müssen.



Die Alben des Jahres 2019: Arne Willander

Die Alben des Jahres 2019 – von Arne Willander: Rustin Man: Drift Code Bill Callahan: Shepherd In A Sheepskin Vest Bonnie Prince Billy: I Made A Place Nick Cave & The Bad Seeds: Ghosteen Weyes Blood: Titanic Rising Alex Cameron: Miami Memory Wilco: Ode To Joy Morrissey: California Son Tindersticks: No Treasure But Hope Robert Forster: Inferno Purple Mountains: Purple Mountains Van Morrison: Three Chords & The Truth Aldous Harding: Designer Edwyn Collins: Badbea Big Thief: Two Hands Lana Del Rey: Norman Fucking Rockwell The Divine Comedy: Office Politics Lloyd Cole: Guesswork John Southworth: Miracle In The Night Ratso: Stubborn Heart Die Top 3 im Video: https://www.youtube.com/watch?v=RyrGv1d8gFk https://www.youtube.com/watch?v=tEEOWvfCuxo https://www.youtube.com/watch?v=LhMz9pvRNCQ  
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