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Dschungelcamp, Tag 15: Das Ende von Lady Fürst

Der Showdown zwischen Helena und Thorsten wurde den Zuschauern überlassen. Selten sah man so unverstellte Freude bei einer Bekanntgabe wie in dem Moment, in dem Helena aus dem Camp geschickt wurde. Sie breitet die Arme aus und rief „Ich komme!“. Und fügte an: „Mama!“ Zuletzt hat Helena auch Sophia vorgeworfen, sie sei „falsch“ und spiele eine Rolle. Die Rolle, die Helena Fürst spielte, war die der hartleibigen, nissigen Anklägerin, die sie ihrer RTL-Reihe als Anwältin der Mühseligen und Beladenen einstudiert hatte. Diese Rolle hat keinen Charme und isolierte Helena im Camp. Brigitte Nielsens Diktum „Sie hat eine Problem mit die Männer“ erwies sich als zutreffend. Aber Helena Fürst hatte auch eine Problem mit die Frauen.

In der letzten Prüfung, einer Paddelei auf einem Tümpel, scheiterte sie mit Sophia. Nicht einmal zwei halbe Sterne bekamen sie zusammen – ein Sinnbild der Zerbrochenheit. Sophia ist der Darling dieser Staffel – aber mehr noch ist es Menderes, der in einem Zusammenschnitt seiner komischen Missgeschicke für den Triumph vorbereitet wird. Am Lagerfeuer kokelt seine Mikrofontasche an, was zu einem ähnlichen Ereignis überleitet, als eine Socke anbrannte. Menderes erkundigt sich: „Was ist ein Tolpatsch?“ Er nennt sich selbst „Pechvogel“. Den bevorstehenden Einzug ins Finale kommentiert er feierlich mit „Das wäre etwas ganz Besonderes“.

Die Ballade von Menderes Bagci

Vielleicht ist der Einzige, von dem man annimmt, dass er sich niemals verstellt hat, der Einzige, der sich immerzu verstellt hat. Menderes ist nicht der reine Tor, und er ist auch nicht der Trottel. Es mag ja sein, dass er unberührt ist – aber würde ein 28-Jähriger so bereitwillig darauf hinweisen? Es gibt ja diese Filme, in denen am Schluss einzelne Szenen wiederholt werden und dann ein vollkommen anderes Bild ergeben, eine andere Geschichte erzählen. Und die Geschichte des Menderes Bagci ist von Beginn an eine virtuos und kohärent entworfene Außenseiterballade.



Netflix: Die besten Mystery-Serien auf Netflix

Das Genre Mystery hat eine Sogwirkung, die Zuschauer in eine Welt mit übernatürlichen Vorkommnissen, Geheimnissen und undurchsichtigen Figuren bringt. Die wohl einflussreichsten Mystery-Serien ab den 90ern sind „Twin Peaks“, „Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI“ sowie „Lost“. Alle drei zeigen meisterlich, wie genreübergreifend Mystery-Storys sind. Ob nun Horror, Fantasie, Sci-Fi oder im Fall von „Lost“ Abenteuer und Drama. Diese Mixtur stützt den geheimnisvollen Aspekt der Geschichten, die im Serienformat besonders involvierte Zuschauer hervorbringt. Diese Serien auf Netflix sollte kein Mystery-Fan verpassen. Maniac Annie Landsberg (Emma Stone) und Owen Milgrim (Jonah Hill) sind zwei einsame Fremde, die an einer…
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