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Dschungelcamp, Tag 5: Wir Zuschauer sind Sadisten! Und A-löcher!

Alles gut. Kader trotzt in der Grube den Waranen, den Echsen und den Schlangen, ein Stein fällt ihr vom Herzen, sie sammelt neun Sterne. „Gibt es unter euch keine Menschen mit Herz?“, barmt sie mit dem Pathos von „Nathan der Weise“. Während sie zeternd durch die Gruft kreucht und die Hände ins Eklige steckt, klagt Kader an: „Die Zuschauer sind alle Sadisten!“ Und sie stellt die letzte Frage: „Seid ihre alle Arschlöcher?“ Schon. Eine Nacktschlange beißt Kader, sie ist aber ungiftig. DIE SCHLANGE, haha.

Dschungelcamp: Kadermäuschen schläft

Kader bietet alles Drama auf – aber die Queen bleibt Hanka, die in einem Moment empathischer Zärtlichkeit auf die schlafenden Camper schaut: „Wenn sie schlafen, sehen sie immer aus wie Kinder.“ Honey zweifelt schamhaft: „Das ist doch schon Voyeurismus.“ Doch es ist Lyrik: „Kadermäuschen schläft“, wispert Hanka.

In einer furiosen Philippika im Dschungeltelefon heult die janusköpfige Hanka dann hemmungslos: Es sei eine „Schweinwelt“, wie könne sie ohne Freunde bestehen? „Die realisieren ja nicht mal die Pflanzen und Tiere“, sie sieht „Lächeln von Silikonlippen“: „Diese nackten Ärsche, diese Titten, diese Wimpern – das ist ja wie ’ne Muckibude mit schlechter Musik.“ Und das hat wahrscheinlich nicht Micky Beisenherz geschrieben.

Gina-Lisa und Honey

Gina-Lisa konstatiert: „Hanka ist leider eine kranke Frau. Ich würd ihr manchmal gern einen Kuss geben auf die Backe.“ Markus fühlt sich naturgemäß zuständig: „Ich glaub, dass ich ein bisschen so Ansprechpartner bin bei solchen Sachen. Ich hab so ein Psychologengesicht.“ Dito „ein Faible für Psychologisches“. Hanka erzählt ihm von ihren Zwangsstörungen: Ein Dämon habe von ihr Besitz ergriffen. Markus sieht einen „inneren Saboteur“ am Werk. Idiosynkratie, Hypochondrie, und dann fiel die Mauer. „Mmmh, mmh, dann kam die Wende dazu. Wie alt warst du da?“, hakt Markus nach. „18. Oder 23.“ Hanka kaufte Lebensmittel für 40 Mark damals und ließ den Beutel in der Telefonzelle stehen. Der Dämon.

Von DSDS runtergeschlafen

Sarah Joelles Wende kam mit Oliver Pocher, wie sie dem Botox Boy vor der Nachtsichtkamera zuflüstert. Es hatte kein Gründe – „das habe ich selbst entschieden, ich war gerade nicht in einer Beziehung“. Aber: „Manche Sachen würd ich nicht noch mal machen. Man lernt.“ Aus dem Off kommentiert Sonja Zietlow unerbittlich: „Sie war schon mal bei DSDS, aber dann hat sie sich runtergeschlafen.“

Nach Kaders Cumshot in der Schlangengrube sieht man Daniel Hartwich, über eine Holzwand gebeugt, hinter ihm wird mit einem elektrischen Apparat gearbeitet. Er lässt sich den Rücken rasieren, sagt Sonja. Nein, sagt Daniel: Er lässt das Datum tätowieren, damit er später sagen kann, wo er war, als Kader Loth neun Sterne bei der Dschungelprüfung errang.

Ich trinke jetzt immer Tri-Top, grün und rot.

Favoriten: Hanka und Kader haben den Sieg verdient, reiben sich aber auf, und Fräulein Menke (Haare gewaschen) gewinnt.

Best of Dschungelcamp 2017 – die Fotos

RTL / Stefan Menne
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