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Echo 2015: Von Deichkind bis Helene Fischer – die besten und schrecklichsten Momente

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Doch, auch diese Echo-Verleihung hatte ihre Momente. Als ein deutsches Allstar-Aufgebot (u.a. Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Sarah Connor) „Ich weiß was ich will“ von Udo Jürgens anstimmte, wippte sogar Nile Rodgers mit dem Fuß. Und als der große Gitarrist und Produzent später Helene Fischer ansagte, musste er kurz auflachen – smart, lässig, einfach so.

Über drei Stunden dauerte das Spektakel, mit dem sich die Branche einmal im Jahr selbst feiert. Das ist deutlich zu lang, aber das heißt es in jedem Jahr. Und wie in jedem Jahr vermisst man wenigstens eine winzige kleine Ecke, ein paar dafür eingeräumte Minuten, in denen es nicht allein um Verkaufszahlen und kommerziellen Erfolg geht. Stattdessen darf Helene Fischer gleich vier Mal auf die Bühne und vier Echos einsammeln in allen möglichen Kategorien. In den vergangenen zwei Jahren hat sie den Echo denn auch gleich selber moderiert, dieses Mal gönnte man sich Barbara Schöneberger. Die machte Witze über ihren Busen und sich über Carolin Reiber lustig, aber es gelang ihr auch ein surrealer, fast anarchischer Moment: Als sie auf der Drehbühne des kommerziell äußerst erfolgreichen DJs und Produzenten Robin Schulz stand, kreischte Schöneberger: „Es dreht sich, es dreht sich! Bin ich Micaela Schäfer oder ein Döner-Spieß?“

Man fragte sich so einiges. An surrealen Momenten war der Abend nicht arm. Die schrille Performance des Lederhosen-Alleinunterhalters Andreas Gabalier, der mit monströsem Umhang, zu Schau gestellten Muskeln und Dirndlmiezen als „Mountain Man“ auftrat etwa. Oder die nicht enden wollende Rede Nana Mouskouris, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Oder Campinos starres Gesicht, sekundenlang in Großaufnahme eingefangen, als sich Helene Fischer ein weiteres Mal für einen ihrer vielen Preise bedankte. Zuvor hatte übrigens Til Schweiger die Natürlichkeit der erfolgreichsten deutschen Sängerin gepriesen, was diese, wie sie sagte, sehr berührte.



The Beatles: „Abbey Road“ erfolgreichstes Vinyl-Album der Zehnerjahre

Es ist ja längst bekannt, dass Plattenfirmen mit CDs kaum noch Geld verdienen und die Gewinne vergangener Zeiten mit Streams kaum ausgeglichen werden können. Wie ein Phoenix aus der Asche stieg in den vergangenen zehn Jahren allerdings die Schallplatte, die sich inzwischen als Medium wieder großer Beliebtheit erfreut und seit einiger Zeit eine prächtige positive Verkaufskurve nach oben hinlegt. Mit anderen Worten: Vinyl ist wieder ein Milliardengeschäft. Die glänzenden Umsätze werden aber vor allem mit den Meisterwerken der Vergangenheit gemacht. Das geht aus einem Jahresabschlussbericht des US-amerikanischen Statistik-Unternehmens Nielsen hervor. Demnach ist „Abbey Road“ von den Beatles die erfolgreichste Platte…
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