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Echo-Skandal: Campino soll Bundesverdienstkreuz erhalten

Campino soll mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden – das fordert der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung. Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe sagte Felix Klein: „Campino sollte für sein Engagement auf der Echo-Verleihung unbedingt gewürdigt werden, am besten mit dem Bundesverdienstkreuz.“ Der Toten-Hosen-Sänger habe dem Antisemitismus „im Pop, in der Kunst, in der Gesellschaft neue Grenzen gesetzt.“

Bei den Echos hat Campino sich als einziger Musiker auf der Bühne gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang ausgesprochen, die trotz ihrer als antisemitisch kritisierten Textzeilen mit dem populärsten deutschen Musikpreis ausgezeichnet wurden und später sogar live auftraten.

„Wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen geht“, sei für ihn die Grenze überschritten, hatte Campino gesagt. „Wann ist die moralische Schmerzgrenze erreicht?“

Kollegah und Farid Bang

 

Die Auszeichnung an Kollegah und Farid Bang schlug hohe Wellen. Viele Künstler, darunter Westernhagen, Daniel Barenboim und Klaus Voormann, gaben ihre Echos aus Protest zurück. Am Ende wurde der Echo als solcher gar abgeschafft, und die Plattenfirma BMG beendete die Zusammenarbeit mit den kontrovers diskutierten Musikern.

Kollegah und Farid Bang besuchen Auschwitz

Kollegah und Farid Bang haben mittlerweile die Einladung angenommen, in die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu fahren. Dort werden die Rapper am 3. Juni erwartet. „Wir nehmen die Einladung an“, bestätigte Farid Bang der „Bild“. Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, freut sich über die Zusage: „Das ist ein Signal an ihre vielen Fans.“

Mittlerweile ist auch ein Video im Netz aufgetaucht, das eine etwas längere Dankesrede von Farid Bang zeigt, die von übertragenden Fernsehsender Vox nicht ausgestrahlt wurde. Darin probiert sich Farid Bang an einem unbeholfenen Versuch sich für die eigenen Songs zu entschuldigen.

AXEL SCHMIDT AFP/Getty Images

Die Toten Hosen: Neue Kinodokumentation „Weil Du nur einmal lebst“

Am 28. März 2019 kommt eine neue Dokumentation über Die Toten Hosen ins Kino. „Weil Du nur einmal lebst“ erzählt von der „Laune der Natour“-Konzertreise der Band 2018. Dieses Jahr war ein großes für die Hosen, ausverkaufte Konzerte natürlich, aber auch kein leichtes: Campino erlitt einen Hörsturz, einige Auftritte der Tour mussten verschoben werden – ein Warnschuss, dass es irgendwann vielleicht nicht mehr weitergeht. Die Toten Hosen im „Dolby Atmos“-Verfahren Regie bei „Weil Du nur einmal lebst“ führt Cordula Kablitz-Post, bekannt geworden durch die Porträtreihe „Durch die Nacht mit …“ und eine Hosen-Begleiterin seit zehn Jahren. Co-Regisseur ist Paul Dugdale,…
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