Highlight: Alles, was man über den „König der Löwen“-Soundtrack wissen muss

Eminem verteidigt homophobe Ausdrücke im neuen Song „Rap God“

Die Unterstellung, homophob zu sein, musste sich Eminem bereits nach Veröffentlichung seines ersten Albums gefallen lassen. Später fraternisierte er dann öffentlich mit dem bekennenden Homosexuellen Elton John und sprach bei vielen Gelegenheiten davon, kein Problem mit Schwulen zu haben. In seinen Lyrics finden sich dennoch nach wie vor Ausdrücke wie „Faggot“, so auch im neuen Song „Rap God“. Im Gespräch mit dem US-Rolling-Stone verteidigte sich Eminem gegen die Vorwürfe, die nun, nach Veröffentlichung seines neuen Albums „The Marshall Mathers LP 2“, wieder aufflammen:

Du hast immer wieder klar gemacht, dass du kein Problem mit Homosexuellen hast. Also wieso verwendest du 2013 immer noch einen Ausdruck wie „Faggot“ (dt. Schwuchtel) in deinem Song? Wieso kommt darin „schwul-aussehend“ als Beleidigung vor?

„Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ohne mich eine Million Mal zu wiederholen. Aber das Wort und ähnliche Wörter fallen mir beim Battle-Rap ein, ich setze sie aber mit niemanden gleich …

Sie bezeichnen damit also nicht Homosexuelle?

Yeah. Es ist mehr, als würdest du jemanden Schlampe oder Drecksack oder Arschloch nennen. Das Wort wurde damals einfach sehr frei benutzt. Es geht auf diese Battle-Zeit zurück, daher geistert es in meinem Kopf herum (…) Mann, ich sage so viel ironischen Scheiß. Ich mache mich über andere Leute lustig, über mich selbst. Aber das echte Ich sitzt jetzt hier und spricht mit dir und hat keine Probleme mit Homosexuellen, Heterosexuellen, Transsexuellen – nicht ein bisschen. Ich bin froh, dass wir in einer Zeit leben, in der es sich wirklich so anfühlt, als ob die Menschen ihre Leben leben und sich frei ausdrücken können. Und ich weiß nicht, wie ich es sonst sagen soll, aber ich betrachte mich immer noch auf die gleiche Weise wie damals, als ich Rap-Battles führte und pleite war.

Ich hatte immer das Gefühl, du rappst diese Dinge als Slim Shady, und Teil seiner Mission sei es, die Leute vor den Kopf zu stoßen.

Sieh mal, wie lange mache ich diesen Scheiß jetzt schon, 14 Jahre? Ich denke, dass die Menschen meinen persönlichen Standpunkt mittlerweile kennen, ebenso die Charaktere, die ich in meiner Musik kreiere. Und für die, die es immer noch nicht verstanden haben, gibt es, glaube ich, nichts mehr, das ihren Blickwinkel verändern könnte.


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