EMPFINDSAM

Inwiefern sich der in London lebende Musiker James Mathé mit Friedrich I., im Volksmund BARBAROSSA genannt, Kaiser des römisch-deutschen Reichs im 12. Jahrhundert, identifiziert, oder ob er sich eher auf Khair ad-Din Barbarossa, den Herrscher von Algier und Oberbefehlshaber der osmanischen Marine im 15. und 16. Jahrhundert, bezieht, ist nicht überliefert. Sein Bart ist natürlich rot. Doch sein Debütalbum „Bloodlines“ klingt mit geschlechtsloser Kopfstimme, verhaltenen elektronischen Beats und dezenten Synth-Flächen äußerst zeitgemäß, weil sich darin Soul, Folk und Rock-Reminiszenzen gleichermaßen verschränken. Ende September wird uns Barbarossa seine idiosynkratische Kunst auch bei einigen Deutschlandkonzerten vorstellen.

Abonniere unseren Newsletter
Verpasse keine Updates