ESC-Halbfinale in Wien: Sarah Engels hat doch eine Chance
Im zweiten ESC-Halbfinale in Wien punkteten Jonas Lovv und Look Mum No Computer mit deutschen Texten. Sarah Engels' Auftritt verbesserte ihre Finalchancen spürbar – alle Eindrücke im Überblick.
Während manche um die Interpretation von Sarah Engels’ „Fire“ bemüht sind, hat das zweite Halbfinale des ESC zwei deutsche Beiträge präsentiert: Jonas Lovv (möglicherweise ein Künstlername) sang „Ya Ya Ya“ für Norwegen, und der lustige Engländer Look Mum No Computer trug „Eins, zwei, drei“ vor, wohl wissend, dass die deutsche Sprache bei dem Wettbewerb selten reüssierte.
In der Wiener Stadthalle machten sich Victoria Swarovski und Michael Ostrowski unbeliebt, als sie den Segeltörn des letztjährigen Gewinners JJ mit einer grellen Klamotte zum Auftakt der Show parodierten – eine Nummer in Oscar-Tradition. Sie können ja nichts dafür, jemand schreibt das für die Sendung. Außerdem manövrierten sie souverän durch die Show, in der Swarovski die Dame und Ostrowski der Witzel ist. Eigentlich richtig gedacht. Wiener Walzer gab es auch – zu Udo Jürgens’ „Merci Cherie“, das vor 60 Jahren gewonnen hat.
Wenig überraschend qualifizierte sich die Ukraine mit Lelèka zum 20. Mal hintereinander, Australien kam mit der Schauspielerin und Sängerin Delta Goodrem im Goldregen weiter, und Malta erstaunte mit Aidan, der sich schon öfter um Ruhm beim ESC beworben hat. „Bella“ ist ziemlich gut. Aber zwischen Blödelei, Budenzauber und Feierlichkeit hat sich kein Song so recht empfohlen.
Wie gut sind Sarah Engels‘ Chancen?
Aus dem Off kommentierte Thorsten Schorn ausgesprochen launig. Die Latzhose von Jonas Lovv hatte es ihm angetan. Und auch auf die österreichischen Schauplätze, die als Landeskunde gezeigt wurden, war er bestens vorbereitet.
So kann das Finale kommen. Wie man hört, haben sich die Chancen für Sarah Engels seit ihrem Auftritt verbessert.