Greentech-Festival



Foals: Gedanken zum Klimawandel und der drohenden Unbewohnbarkeit der Erde


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Gemeinsam für eine grünere Zukunft: Milky Chance eröffnen am 22. Juni mit einem exklusiven Telekom Street Gig das Greentech Festival 2022. ROLLING STONE und die Telekom bringen das Musik-Highlight zusammen auf die Bühne. Im Kraftwerk Berlin spielt das Folktronica-Duo neben den größten Hits auch neue Songs. Die Telekom zeigt die Show ab 19 Uhr live auf dem Sender #dabei bei MagentaTV. Fans können den Auftritt zudem im kostenlosen Livestream bei MagentaMusikerleben. An dieser Stelle porträtieren wir Künstler*innen, die sich durch grünes Engagement profiliert haben.

Mit den Alben „Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1 &2“ haben Foals 2019 ihren Gedanken zum Klimawandel und der drohenden Unbewohnbarkeit der Erde freien Lauf gelassen. Auch bei der Verleihung des Mercury Prize im September 2019 bezog die Band aus Oxford Stellung. Foals, die mit ihrem Debüt „Antidotes“ im Jahr 2008 gleich einen Charthit gelandet hatten, hielten auf dem roten Teppich ein Banner des Brancheninitiative Music Declares Emergency in die Kameras, auf dem die Worte „No music on a dead planet“ (übersetzt: „Keine Musik auf einem toten Planeten“) zu lesen waren. „Es ist einfach zu denken: ,Oh, jeder weiß doch, was mit der Umwelt los ist, und jeder unternimmt etwas’“, erklärte Sänger Yannis Philippakis dazu. „Aber es ist einer dieser Echokammer-Momente, bei denen man vergisst, dass es vielen Menschen entweder egal ist, sie nicht daran glauben oder nicht entsprechend handeln.“

Auch mit dem Video zum Song „Like Lightning“ setzten sie ein deutliches Zeichen. Die Protagonisten des Clips nehmen uns mit in eine dystopische, kaputt industrialisierte Welt, die ins Chaos stürzt – nur einige vom Blitzschlag Getroffene machen es sich zur Aufgabe, den Planeten vor seinem endgültigen Aus zu bewahren. Foals selbst versuchen ihren Beitrag zu leisten, indem sie nicht nur auf Missstände aufmerksam machen, sondern auch ihre Flüge kompensieren.

Edwin Congreave, Keyboarder der Band, hat 2021 sogar seinen Platz innerhalb der Band aufgegeben, denn der CO₂-Fußabdruck sei durch die weltweiten Tourneen sehr groß. Insbesondere das Spielen in Asien und Australien sei aus ökologischer Sicht für ihn kaum mehr zu rechtfertigen, seit ihm das Ausmaß der Klimakrise bewusst ist. „Ich denke, dass es für uns und viele andere Bands ziemlich einfach wäre, anders zu touren.“ Er selbst wolle am liebsten nie wieder fliegen, sagte er noch im Dezember 2020. Kurz darauf verließ er die Band, um Wirtschaftswissenschaften in Cambridge zu studieren. „Ich hoffe, dass ich mich in den nächsten Jahren an technischen Entwicklungen beteiligen kann, um die drohende Klimakatastrophe abzumildern.“