Folge 7: The Jezabels. Mehr als die Cranberries 2.0!


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Nach ihrem umjubelten Konzert in Berlin im September vorigen Jahres hörte man oft: „The Jezabels sind wie die Cranberries in Gut!“ Aber damit macht man es sich zu leicht. Zwar mag Sängerin Hayley Mary ähnliche Star- und Stimmqualitäten wie die junge Dolores O’Riordan haben, aber Songs wie „Hurt Me“ sind ungleich intensiver als der brave irische Folk, der das Gros der Cranberries-Songs ausmacht.

Das liegt zum einen an der kräftigen Stimme Marys, aber auch am hochenergetischen Spiel von Schlagzeuger Nik Kaloper. Darauf angesprochen, lacht der ausgebildete Barista: „Ich habe lange in Metalbands gespielt – deshalb geht immer noch manchmal die Doublebass mit mir durch.“

Der Hype der vergangenen Monate, der durch das Netz rauschte und ihnen überall volle Clubs bescherte, ängstigt sie derweil nicht so sehr: „Wir gehen selbst sehr hart mit uns ins Gericht, deshalb sind unsere Ansprüche ziemlich hoch“, so Kaloper. „Jede Show muss eine gute Show sein – aber in wildfremden Städten von so begeisterten Menschen empfangen zu werden, bewegt uns sehr.“ Und Gitarrist Sam Lockwood ergänzt: „Wir haben gelernt, dass wir dem Internet zu großem Dank verpflichtet sind.“

Wenn ihr Debüt „Prisoner“ (am 02. März) bei uns erscheint, wird es vermutlich einschlagen. Bleibt die Gefahr, dass sich alle auf die hübsche Sängerin einschießen. „Das ist uns bewusst“, so Lockwood. „Deshalb versuchen wir, früh gegenzusteuern. Interviews werden zum Beispiel ausgelost, deshalb sitzt du hier mit uns beiden. Und innerhalb der Band spielt es keine Rolle: Jeder weiß, was er beiträgt.“

The Jezabels live:

10. März: Berlin, Postbahnhof

11. März: Frankfurt am Main, Das Bett

12. März: München, Hansa 39

18. März: Köln, Luxor

19. März: Hamburg, Knust

Wir stellen The Jezabels in unserem Artist To Watch Special: 12 für 2012 vor. Hier finden Sie die bisherigen Folgen: