Francis Buchholz: Die besten Songs des Ex-Scorpions-Mitglieds
Von Anfangstagen bis zu den Erfolgen: Die wichtigsten Songs von Francis Buchholz mit den Scorpions.
Francis Buchholz ist tot. Das langjährige Mitglied der Scorpions starb am 22. Januar 2026 im Alter von 71 Jahren an Krebs. Buchholz spielte 19 Jahre Bass bei den Scorpions – von „Fly to the Rainbow“ (1974) bis „Crazy World“ (1990).
Seine Zeit in der Band fällt damit exakt in die absolute Blütezeit der Hannoveraner Gruppe. Grund genug, um uns einmal die wichtigsten Songs aus Buchholz‘ Karriere anzusehen — die sich wenig überraschend wie eine Best-of der Scorpions lesen.
Francis Buchholz: Seine besten Songs mit den Scorpions
1. „Speedy’s Coming“ (auf: „Fly to the Rainbow“, 1974)
Der erste Song, auf dem Francis Buchholz bei den Scorpions auf Platte zu hören ist. Sein Einstand, instrumental simpel, aber äußerst effektiv. Der Bass sticht wunderschön knarzig heraus, Buchholz‘ Lines sind eingängig und erinnerungswürdig. 3:34 Minuten klassischer Hardrock mit viel Gitarrensoli.
2. „Fly to the Rainbow“ (auf: „Fly to the Rainbow“, 1974)
Der Titeltrack zeigt die Band in Experimentierlaune – mit Mut zur Ausschweifung. 9 Minuten 40 Sekunden mit vielen Spannungsbögen und einer Dramaturgie, die für Scorpions-Verhältnisse beinahe proggy ist. Buchholz’ Bass verbindet die frühe Phase mit dem späteren Scorpions-Sound.
3. „In Trance“ (auf: „In Trance“, 1975)
Midtempo-Stampfer mit Balladenparts aus den Mittsiebzigern, der für die Scorpions und Buchholz richtungsweisend war. Buchholz‘ Bassspiel sticht zwar nicht hervor, tut aber ganz genau, was es soll.
4. „Lovedrive“ (auf: „Lovedrive“, 1979)
Mit diesem Album begann der internationale Durchbruch. Buchholz’ Basslinien galoppieren vorwärts, dass man ihm fast das „Steve Harris approved“-Zertifikat geben möchte. Grandios eingängiger Song, die gesamte „Scorps“-Mannschaft in Bestform.
5. „The Zoo“ (auf: „Animal Magnetism“, 1980)
Die „Scorps“ können grooven, und zwar auch schleppend, wenn sie wollen. Das bewiesen die Hannoveraner mit „The Zoo“ eindrucksvoll. Buchholz‘ Bass spielt hier eine tragende Rolle und verleiht dem Stück seine Schwere.
6. „Blackout“ (auf: „Blackout“, 1982)
Der Titeltrack des 1982 erschienenen Longplayers mit dem ikonischen Helnwein-Cover. Die Scorpions hatten ihren energetisch-eingängigen Hardrock längst perfektioniert, hier stimmt alles. Natürlich auch Buchholz‘ Bassbegleitung.
7. „Rock You Like A Hurricane“ (1984, „Love At First Sting“
Klar, der Megahit „Rock You Like A Hurricane“ darf hier ebenfalls nicht fehlen: ein klassischer Hard-Rock-Song mit großen Klaus-Meine-Hooks und allem, was die Scorpions ausmacht.
8. „No One Like You“ (auf: „Blackout“, 1982)
Geradlinig gebaut, stark im Refrain, ohne Umwege auf den Punkt gespielt – ein Song, der den Scorpions-Sound dieser Phase präzise zusammenfasst.
9. „Big City Nights“ (auf: „Love at First Sting“, 1984)
Klassiker. Das gutgelaunte Jabs-Riff, die pumpende Viertelbass-Drum, Rudi Schenkers eingängige Lead-Lines. „Big City Nights“ ist ein Song über das Tourleben zwischen Großstadtlichtern und Hotelzimmern. Das Album wurde zum kommerziellen Megaerfolg für die Band.
10. „Wind of Change“ (auf: „Crazy World“, 1990)
Klar, das hier darf nicht fehlen. „Wind of Change“ ist schließlich der größte Hit der Scorpions, der es zu polithistorischer Relevanz schaffte. Entstanden nach der Moskau-Tour 1989, wurde der Song zum Symbol des politischen Umbruchs in Europa. Weltweit erfolgreich – und zugleich auf dem letzten Studioalbum der Band mit Francis Buchholz enthalten.
Scorpions: Statement zum Tod von Francis Buchholz
Zum Tod ihres früheren Bandmitglieds veröffentlichten die Scorpions ein Statement in ihren sozialen Netzwerken. Darin heißt es: „Wir haben soeben die sehr traurige Nachricht erhalten, dass unser langjähriger Freund und Bassist Francis Buchholz verstorben ist.“
Sein Vermächtnis mit der Band werde weiterleben, betonen die Musiker, ebenso wie die vielen gemeinsamen Erinnerungen. Die Gedanken der Band seien bei seiner Ehefrau Hella, seiner Familie und seinen Freunden. Abschließend verabschieden sich Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs mit den Worten: „Ruhe in Frieden, Francis.“