Gaz Coombes zum 40. Geburtstag: Zehn Songs, Supergrass und Solo, die Sie kennen sollten

Erst 40 Jahre alt, und doch schon so lange im Geschäft: 1996 feierte der junge Gaz Coombes mit seiner Band Supergrass den Durchbruch, die Single „Alright“ schwamm ganz oben auf der Britpop-Welle. Den Erfolg ihres Debüts „I Should Coco“ konnte das Trio nicht wiederholen – obwohl die Musiker das Kunststück fertig brachten, bis zu ihrer Trennung 2009 fünf weitere Alben zu veröffentlichen, von denen eines besser war als das andere.

Zum Geburtstag Coombes‘ werfen wir einen Blick auf zehn Stücke, die mehr Beachtung verdient hätten – darunter auch Songs aus seiner Solokarriere.

1. Eon (aus „Supergrass“, 1999)

Das Mittelstück ihres dritten Albums ist so magisch wie sein Titel, ein Anagramm aus „Neo“. Space-Rock, der sich langsam aufbaut und immer dröhnender wird – die Klasse zeigt sich darin, dass das Lied dann noch nicht abhebt, sondern Gaz Coombes das Tempo für eine verträumte Strophe drosselt.

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2. Mama & Papa (aus „Supergrass“, 1999)

Der Album-Closer erzählt aus der Perspektive eines Kindes die Sehnsucht nach Eltern. Aus der Sicht des erwachsenen Coombes wird daraus ein wehmütiger Blick zurück – mit dem Wissen, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt und man auf eigenen Füßen stehen muss. Sehr traurig.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=xDBfBh-BqHk

3. Run (aus „Life On Other Planets“, 2002)

Vielleicht die offenkundigste Referenz an die Vorbilder von Pink Floyd. Das Lied beginnt wie ein „Dark Side Of The Moon“-Outtake, bis Coombes das Stück aufbricht und eines seiner mitreissendsten, zerstörerischsten Gitarrensoli spielt.

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4. Sad Girl (aus „Road To Rouen“, 2005)

Ein Höhepunkt auf der leisesten Supergrass-Platte. „Lady knows how to go/ Making eyes in a photograph / But we all know you’re a lonely girl /All sad and lost“ – bitterer könnte das Urteil über das „traurige Mädchen“ nicht ausfallen, Coombes entscheidet sich hier dennoch für die Balladen-Form.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=-_kNK7UuuIE

5. Bullet (B-Seite „Kiss Of Life“, 2006)

Unter drei Minuten, hochkonzentriert und schnell: eine echte Hardrock-Perle, als Bonustrack der Greatest-Hits-Compilation versteckt.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=1-mbBYm9UVw

6. Butterfly (aus „Diamond Hoo Ha“, 2008)

„But say can you hear me, oh, masters of war? Fate is a journey, see what youre heading for“. Für das Schlussstück des letzten Supergrass-Albums hat Coombes einen seiner eindringlichsten Texte verfasst. Es funktioniert als Antikriegs-Lied genauso wie als Einblick in die Psyche eines verzweifelten Menschen.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Ix2yTHmiiFA

7. The Return Of … (aus „Diamond Hoo Ha“, 2008)

Ein rhythmisch herausforderndes, toll vor sich hin marschierendes, irres Lied über Verlierer, die gerne ein Comeback landen würden, auch wenn es keiner mitkriegen würde. Auf dieser Saxofon-Platte hat „The Return Of …“ natürlich das schönste Saxofon-Solo abbekommen.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=xpnE7B6TVLk

8. Fanfare (aus „Here Come The Bombs“, 2012)

Ohne seine Supergrass-Musiker setzte Coombes im Solodebüt verstärkt auf Electronica und Gefrickel. Dieses bombastische Stück erinnert an die besten Momente von Tortoise.

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9. Sleeping Giant (aus „Here Come The Bombs“, 2012)

Wieder, nach „Fin“, „Butterfly“ und „Mama  & Papa“ ein Fall von grandiosem Album-Abschluss-Song

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10. Matador (Da Capo) (Single, 2015)

Coombes hatte erkannt, dass aus dem Albumsong „Matador“ mehr rauszuholen war. Er verlängerte den Track für die Single-Version um einen dramatischen Einstieg der Band, das Thema des Lieds, kämpfen bis zum letzten Atemzug, konnte auch bei seinen Konzerten voll zur Geltung. Live spielt Coombes das Stück derzeit am Ende des Sets.

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