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Gedopte Debatte


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Das muss man Herrn Hartmann lassen: Die Begründung ist gut. Er habe Crystal Meth konsumiert, weil er „seinerzeit gehofft habe, leistungsfähiger zu sein“, so wird der SPD-Mann zitiert. Klingt doch ganz anders als: „Ich musste mal relaxen“, oder: „Ich wollte mich einfach nur abschießen“, oder auch: „Das gehört für mich zum Feierabend dazu“. In seiner Aussage steckt das komplexe und schier unlösbare Dilemma, das mit der Differenzierung von „weichen“ und „harten“ Drogen zusammenhängt, mit dem gesellschaftlichen Umgang damit, und mit der Wirkung, die man Drogen zuspricht.

Denn man kann noch so oft vor- und nachrechnen, wie viele finanzielle, körperliche, soziale Schäden Alkohol und Zigaretten im privaten und öffentlichen Bereich anrichten – nach wie vor liegt zumindest ein Teil des Problems in der unterschiedlichen Beurteilung. Dass dem Druck, den Michael Hartmann in seinem Beruf als Politiker verspürt, seiner Ansicht nach nur mit leistungssteigernden, illegalen Drogen beizukommen zu sein scheint, ist die eine Seite des Flachmanns. Wie stark man sich in seinen Job einbringt, und was man dafür opfert – Gesundheit, familiäres und soziales Umfeld – darf ein Erwachsener schließlich selbst entscheiden. Auch andere ehrgeizige Männer und Frauen sind bereit, ihrem Körper zu schaden, um berufliche Erfolge zu erringen, im Spitzensport ist das sogar die Voraussetzung. Man kann solche Menschen bemitleiden oder ihnen Therapeuten-Visitenkarten in die Handtasche jubeln – von ihnen verlangen, jeden Tag nach dem Motto „My body is my temple“ zu leben, kann man nicht.

Ein Politiker kann also, wenn er möchte und 1. entweder ein geheimes „Breaking Bad“-Wohnwagenlabor betreibt oder 2. eine legale Droge nutzt, die bei ihm den gleichen Effekt hat, so gedopt im Bundestag aufkreuzen, wie er lustig ist. Das Optimieren von Fähigkeiten ist gesellschaftlich erwünscht. Und anscheinend ist Hartmann einer von ungezählten Konsumenten, die ein Gift positiv und in Maßen für sich nutzen konnten – zumindest zum Zeitpunkt des Auffliegens war er ihm noch nicht so verfallen, dass anderen ein körperlicher oder geistiger Abbau, Bewusstseinsstörungen oder Wahnvorstellungen aufgefallen wären.



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