„Get Back“-Film: Als McCartney darüber scherzte, dass Yoko irgendwann für den Split der Beatles verantwortlich sein würde


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Am Donnrstag, 25. November, ist es endlich soweit: „The Beatles: Get Back“, Peter Jacksons Doku-Reihe über die „Get Back“-Sessions von 1969, steht auf Disney+ zum Abruf bereit. Um die Studioaufnahmen ranken sich allerlei Gerüchte und (Halb-)Wahrheiten – in deren Mittelpunkt geht es meist um die Frage, wie zerstritten die Fab Four damals gewesen sind, wer „schuld“ sein könnte an der bevorstehenden Trennung, und welchen Einfluss Yoko Ono auf John Lennon gehabt haben könnte.

Für seinen Film hat Regisseur Jackson 60 Stunden bislang unbekanntes Material gesichtet. Wie er sagt, ist er auf etliche gefilmte Augenblicke gestoßen, die unsere Sichtweise auf die Dynamiken innerhalb der vier Musiker verändern dürften. Besonderen Spaß habe er bei der Sichtung jener Szene empfunden, in der Paul McCartney über die Wirkung Yoko Onos auf ihren späteren Ehemann sinniert. Im Studio führten Lennon und Ono Freudentänze vor, als die Nachricht ihrer finalisierten Scheidung von ihrem damaligen Ehemann überbracht wurde – sie war nun offiziell frei für John. McCartney hatte den Weitblick und scherzte: „Daraus dürfte eine wirklich lustige Sache werden. In 50 Jahren wird man sagen: ‚Die Band brach auseinander, weil Yoko damals bei ihnen auf dem Verstärker saß.’“

Für Peter Jackson bot diese Szene eine wesentliche Erkenntnis. „Ich war verblüfft, als ich diese Worte erstmals hörte. Natürlich lösten sich die Beatles nicht wegen Yoko auf. Wenn Paul heute noch in Interviews sagt, dass es nicht an ihr lag, bleiben die Leute aber weiterhin skeptisch.“ Der „Get Back“-Film dagegen liefere Beweise, wie es wirklich lief: „Es gibt nichts Besseres als eine zeitgenössische Stimme.“