Grateful Dead: Das größte Rockkonzert aller Zeiten


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Auf dem Smartphone machte es „pling“. Seine Band hatte gerade das letzte von vier Konzerten in Miami absolviert, als Phish-Gitarrist Trey Anastasio eine E-Mail von Phil Lesh erhielt. Der Bassist von Grateful Dead fragte an, ob Anastasio ihn und die anderen verbliebenen Mitglieder – Gitarrist Bob Weir sowie die Drummer Bill Kreutzmann und Mickey Hart – bei Reunion-Gigs im Sommer verstärken wolle.

2015 feiert die Band ihr 50. Jubiläum und gedenkt gleichzeitig des 20. Todestages von Gründungsmitglied Jerry Garcia. Anastasio erinnert sich noch an seine erste Reaktion: „Ich fühlte mich geehrt und war wie elektrisiert, nahm mir aber doch die Zeit, über mögliche Konsequenzen nachzudenken.“ Nach einer Minute sagte er zu.

Bob Weir und Trey Anastasio 2012 (Photo by Taylor Hill/FilmMagic)
Bob Weir und Trey Anastasio 2012 (Photo by Taylor Hill/FilmMagic)

Der Gipfel der Coolness

Die Konzerte sollen am 3., 4. und 5. Juli im Soldier Field in Chicago stattfinden, wo Garcia am 9. Juli 1995 zum letzten Mal mit den Dead auftrat. Lesh, so Anastasio, habe erwähnt, dass „die Beziehungen zwischen den noch lebenden Bandmitgliedern ausgesprochen herzlich sind, dass es ein absolut positives Erlebnis sein wird – und dass ich persönlich zum letzten Mal an einem derartigen Konzert teilnehmen werde. Er klang ziemlich entschlossen.“

Das „Fare Thee Well“-Projekt – an dem auch Keyboarder Bruce Hornsby und der langjährige Lesh-&-Weir-Sideman Jeff Chimenti teilnehmen werden – könnte einen neuen Rekord aufstellen: Es wäre das größte Rockkonzert aller Zeiten, bei dem nur eine einzige Band auftritt. Zwei Wochen nach Beginn des Vorverkaufs waren jedenfalls schon über 400.000 Ticketbestellungen eingegangen – weit mehr, als das Soldier Field mit seinen 61.500 Sitzplätzen fassen kann.

Das Soldier Field in Chicago während eines Football-Spiels (Photo by Scott Cunningham/Getty Images)
Das Soldier Field in Chicago während eines Football-Spiels (Photo by Scott Cunningham/Getty Images)

Spezialbehandlung für Bootlegger

Der Veranstalter, Peter Shapiro, hat für die Produktionskosten „einen Millionenbetrag“ einkalkuliert. „Aber mit diesem Aufwand können wir nun auch eine Show auf die Beine stellen, die dem Geist und dem produktionstechnischen Niveau von The Grateful Dead entspricht.“ Zu den Dead-typischen Besonderheiten werden eine spezielle Sektion für die Bootlegger zählen, erschwingliche Eintrittspreise, traditionelle Tickets mit Sammlerwert und „ein absolut cooles, gleichzeitig aber auch enthusiastisches Publikum“.



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