Gregg Allman erinnert sich an seinen verstorbenen Bruder – Trailer zur neuen Dokumentation
Die Doku „Gregg Allman: The Music of My Soul“ blickt auf die gesamte Karriere des Allman-Brothers-Frontmanns – ab Juni auf über 200 Leinwänden.
45 Jahre lang führte Gregg Allman die Allman Brothers Band durch Phasen enormen Erfolgs und großen Ruhms – aber auch durch verheerende Todesfälle, Rückschläge, Süchte und interne Streitigkeiten, die die Gruppe bis zu ihren letzten Shows im Jahr 2014 begleiteten. Die kommende Dokumentation „Gregg Allman: The Music of My Soul“ zeichnet diese gesamte Geschichte aus Allmans eigener Perspektive nach und wirft einen umfassenderen Blick auf sein Leben – auf der Bühne wie abseits davon.
In einem neuen Trailer zeigen Archivaufnahmen aus den Siebzigern Allman, wie er über den Tod seines Bruders Duane Allman spricht, der 1971 bei einem Motorradunfall ums Leben kam. „Ich war wütend auf ihn, weil er gestorben ist“, sagt er. „Ich war wütend auf das Leben. Man merkt erst, wie sehr man sich auf jemanden stützt, wenn er nicht mehr da ist.“ (Gregg Allman selbst starb 2017.)
Die Premiere von „Gregg Allman: The Music of My Soul“ findet am 9. Juni im Gramercy Theater in New York statt. Greggs Sohn Devon Allman wird bei einem Akustik-Auftritt gemeinsam mit seinem Allman-Betts-Band-Bandkollegen Duane Betts zu erleben sein – dem Sohn des verstorbenen Allman-Brothers-Gitarristen Dickey Betts. Eine weitere Vorführung folgt am 11. Juni im Grand Opera House in Macon, Georgia, mit einem Auftritt von Allman-Brothers-Band- und Rolling-Stones-Keyboarder Chuck Leavell. Beide Veranstaltungen sind ausverkauft.
Der offizielle Kinostart ist der 17. Juni – dann läuft der Film auf über 200 Leinwänden quer durch die USA. Tickets gibt es hier.
James Keach führte Regie
„Gregg Allman: The Music of My Soul“ wurde von James Keach inszeniert, dessen Produzenten-Credits unter anderem „Glen Campbell: I’ll Be Me“, „David Crosby: Remember My Name“, „Linda Ronstadt: The Sound of My Voice“ sowie das Johnny-Cash-Biopic „Walk the Line“ aus dem Jahr 2005 umfassen. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Rolling Stone Films und wird von ROLLING STONEs Alexandra Dale als Executive Producer verantwortet.
„Greggs Geschichte hat mich sofort gepackt“, erklärte Keach in einem Statement. Es sei ihm wichtig gewesen zu zeigen, wie früher Schmerz und Verlust Allmans Leben geprägt hätten. „Nicht jeder funktioniert so, aber ich glaube, dass das Verständnis von Traumata aus den prägenden Jahren eines Menschen zentral ist, wenn man seine Geschichte in einer Dokumentation erzählt“, fuhr er fort. „Viele außergewöhnliche Künstler tragen diese erschütternden Erfahrungen in sich, die jeden Aspekt ihres Lebens und Talents durchdringen. Gregg hatte diese Dämonen in seinem erstaunlich kreativen Kopf. Als Duane starb, versank er tief in seiner Sucht – aber später im Leben, als er nüchtern war, begegnete er seiner eigenen Sterblichkeit mit Würde und Gelassenheit. Es ist mir persönlich ein Anliegen, Greggs Botschaft weiterzutragen: dass Menschen, die von Sucht aufgerieben werden, ihren Weg ändern können. Man hört den Schmerz in seiner Stimme – in seiner brillanten Musik.“
Drummer Jai Johanny Johanson, besser bekannt als Jaimoe, ist das letzte noch lebende Mitglied der ursprünglichen Allman Brothers Band. Doch Bands der nächsten Generation wie die Allman Betts Band halten die Musik auf den Bühnen am Leben. Dazu kamen gelegentliche Shows der Brothers – einer losen Gruppe Allman-naher Musiker bestehend aus Jaimoe, Warren Haynes, Derek Trucks, Oteil Burbridge und Joe Russo – im Madison Square Garden.