Guns N‘ Roses für 748 Euro: Schweinepreise auf Viagogo

Bis zu 748 Euro für schlechte Plätze: Viagogo verkauft Guns-N'-Roses-Tickets für Berlin, bevor der offizielle Vorverkauf startet. Was dahintersteckt.

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Karten für das Konzert der Guns N’ Roses in Berlin im Juni 2025 sind noch nicht einmal im offiziellen Vorverkauf erhältlich (bislang nur im Presale), da wird auf Viagogo bereits um Resale-Tickets gefeilscht – zu himmelhohen Preisen.

748 Euro für eine Karte im Oberrang

Ganze 748 Euro fordert die Plattform für eine Karte im linken oder rechten Oberrang für den 25. Juni, zum Beispiel für einen Platz in der oberen Reihe von Zone 402, am obersten Ende der Ränge und so weit am Rand, dass man nur einen schrägen Blick auf die Bühne hat. In den mittleren Rängen sind Karten zwischen 283 und 748 Euro zu erwerben. Wer Glück hat, kommt auf Viagogo mit 213 Euro für einen Stehplatz im Innenraum oder mit 135 oder 140 Euro für einen Sitzplatz im Oberrang am anderen Ende direkt gegenüber der Bühne weg. Die Plattform lockt damit, dass in den meisten Kategorien nur noch zwei Tickets verfügbar seien. Angeblich seien nur noch zwei Prozent der Tickets übrig.

Allgemeiner Vorverkauf hat noch nicht einmal begonnen

Dabei hat der allgemeine Vorverkauf der Konzerte am 23. und 25. Juni 2026 noch gar nicht begonnen. Auf Ticketmaster startet der Presale erst am Donnerstag, den 27. November, um 9 Uhr, Magenta Musik startete am Mittwoch. Der allgemeine Vorverkauf beginnt  am Freitag, den 28. November 2025, um 9 Uhr. Karten sind bis dahin nur für „Nightrain Fanclub“-Mitglieder und für Telekom-Kunden erhältlich. Insgesamt stehen in Berlin 36.000 Tickets zum Verkauf.

Verbraucherzentrale warnt vor Viagogo

An Viagogo gibt es seit Jahren Kritik aufgrund überhöhter Preise, nicht transparenter Gebühren, dem Risiko ungültiger oder gefälschter Tickets und Problemen bei der Lieferung. Wie die Verbraucherzentrale warnt, tritt Viagogo wie ein offizielles Ticket-Verkaufsportal auf. Es handelt sich aber um eine Ticketbörse. Das heißt: Viagogo vermittelt offiziell nur zwischen Käufern und Verkäufern, welche den Käufern aber unbekannt bleiben.

Käufer tragen das komplette Risiko bei Problemen mit den Tickets. Diese kosten zudem oft deutlich mehr als bei den offiziellen Verkaufsstellen. Besonders gefragte Tickets können bei Viagogo sogar das Achtfache kosten. Das zeigt eine Stichprobe der Marktwächter in Bayern.

Die Verbraucherschützer haben zum Beispiele die Preisaufschläge auf der Ticketbörse Viagogo für Konzerte in München untersucht. Das Ergebnis: Durchschnittlich kosteten Eintrittskarten für Veranstaltungen im April und Mai 2019 fast das Dreifache des Originalpreises. Die Schweizer Ticketbörse selbst kassiert zudem mit undurchsichtigen Gebühren ab.

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Nach Berlin kommen die Rocker übrigens nicht für Open Airs, sondern in eine Halle für zwei Arenashows. Dort bespielen sie im Frühsommer die Uber Arena mit Special Guest Mammoth.

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