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Ein Jahr Hanau: So erinnern deutsche Promis an die Ermordeten


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Der rassistisch motivierte Terroranschlag in der hessischen Stadt Hanau jährt sich heute am 19. Februar 2021 zum ersten Mal. Unter den Hashtags #saytheirnames, #HanauWarKeinEinzelfall und #Hanauistüberall erinnern inzwischen Tausende an die ermordeten Opfer Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun und Fatih Saraçoğlu. Darunter auch einige Promis. Doch nicht nur gedenken sie den Ermordeten, auch fordern sie von der Politik eine lückenlose Aufklärung der Tat. 

Auch wenn sich die öffentliche Anteilnahme von Seiten der deutschen Prominenz am Nachmittag des 19. Februar 2021 noch deutlich in Grenzen hält, gibt es dennoch jene wie den Rapper Chefket. Mit einer besonderen Charity-Aktion will er die von den Angehörigen gegründete „Initiative 19. Februar Hanau“ finanziell unterstützen. Der Rapper versprach: Wer einen Betrag an die Initiative spendet und einen Screenshot der Transaktion via Instagram-Story veröffentlicht und ihn darin verlinkt, werde einen bisher unveröffentlichten Track von ihm höchstpersönlich erhalten.

 

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Auch der deutsche Liedermacher Konstantin Wecker erklärte seine tiefe Betroffenheit. Um den ermordeten Opfern an diesem ersten Jahrestag zu gedenken, aktualisierte er seinen altbekannten Song „Willy“ aus dem Jahr 1977. Dazu bewogen habe ihn insbesondere die ähnliche Willy-Schreibweise des ermordeten Vili Viorel Păun. So erklärte der Musiker: „Sein Schicksal und das der anderen Opfer von Rassismus, tödlichem Hass und faschistischen Netzwerken musste ich meinem alten Freund erzählen.“

Sehen Sie sich hier  „Willy 2021“ an:

Jennifer Weist, Leadsängerin der deutschen Rockband Jennifer Rostock, nutzte ebenfalls ihre Reichweite und machte via Instagram auf eine Petition der „Initiative 19. Februar Hanau“ aufmerksam, in der gemeinsam mit der „Bildungsstätte Anne Frank“ und dem „Verband der Beschäftigten des gewerblichen Rechtsschutzes“ von der hessischen Landesregierung gefordert wird, das Leben der Hinterbliebenden mithilfe eines solidarischen Opfer-Fonds zumindest im Ansatz zu vereinfachen. Knapp 24.000 von den nötigen 25.000 Unterschriften sind nach aktuellem Stand schon erfolgt.

 

 

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Die deutsche Indie-Rock-Band International Music gab heute via Facebook bekannt, dass sie aus gegebenem Anlass die Veröffentlichung ihres Musikvideos zur Single Wassermann verschoben haben. In ihrem Statement hieß es: Heute erscheint ‚Wassermann‘, die zweite Single von unserem Album ‚Ententraum‘. Wir wollten heute eigentlich auch ein Video dazu veröffentlichen. Aber heute vor einem Jahr war der Anschlag von Hanau, bei dem 9 Menschen aus rassistischen Gründen ermordet wurden. Dem Gedenken daran gebührt heute der Raum. Das Video erscheint morgen. Love!“

Doch es sind nicht nur Stimmen aus der deutschen Musikszene zu hören. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel und Politiker wie Christian Lindner, Olaf Scholz, Armin Laschet oder Katja Kipping erinnerten an die rassistische Tat und ihre Opfer. Ebenso meldete sich die Klimaaktivistin Luisa Neubauer heute und auch schon in den Tagen zuvor via Twitter. Es braucht politische Konsequenzen. Hanau war kein Einzelfall – sondern Konsequenz systemischen Versagens und umgeändert rassistischer Strukturen“, lautete es in einem ihrer Tweets. Heute erinnerte sie erneut an die neun Toten. 

In dem Spotify-Podcast „190220 – Ein Jahr nach Hanau“ fassen die Journalistinnen Sham Jaff und Alena Jabarine sämtliche Einzelheiten rund um den Anschlag zusammen. In ihrer heutigen Folge stellen sie die Ermordeten in bewegenden Kurzporträts vor. Weitere Einblicke bietet zudem die „Dokumentation Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen.“

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++


James Franco: Vergleich im Prozess um sexuelle Belästigung

Im Oktober 201 wurde der US-amerikanische Schauspieler James Franco wegen sexueller Belästigung angeklagt. Franco bestritt die Behauptungen wiederholt. Nun wurde vor Gericht ein Vergleich erzielt. Zwei ehemalige Schülerinnen seiner Schauspielschule Studio 4 behaupteten, dass Franco die Institution für unangemessenes Verhalten genutzt hätte. Laut eines Gerichtsdokuments vom 11. Februar habe man sich nun auf einen Vergleich geeinigt. Der„Hollywood Reporter“ hat ebendieses eingesehen und berichtet nun darüber. In der Klage von Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal heißt es zudem, Franco habe „seine Schüler dazu gedrängt, in immer expliziteren Sexszenen vor der Kamera aufzutreten, in einer 'orgienartigen Umgebung', die weit über das hinausging, was…
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