Homophobie: Baptistengemeinde komponiert „Parodie“ eines Songs von Panic! At The Disco


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Die 1955 gegründete Westboro Baptist Church aus Topeka im US-Bundesstaat Kansas ist berüchtigt für ihre homophobe Propaganda. Schon auf mehreren Konzertveranstaltungen haben Mitglieder der religiösen Vereinigung versucht, mit Protesten auf ihre Ziele aufmerksam zu machen. Eine fatale Vorliebe haben sie für die Pop-Punker Panic! At The Disco. Deren Frontmann Brendon Urie hatte im Oktober 2013 sein Coming-Out. Nun ruft die Baptist Church dazu auf, aus diesem Grund bei einem Auftritt der Pop-Punk-Band am 20. Juli in Kanas City zu stänkern. Zu diesem Zwecke wurde eigens eine homosexuellenfeindliche Parodie von dem Panic!-At-The Disco-Song „I Write Sins Not Tragedies“ geschrieben und „You Love Sin What a Tragedy“ getauft. Kommafehler inbegriffen.

Die Vegas-Rocker erzählen in dem Song davon, wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag gegen Anschuldigungen verteidigt wird, sie sei eine „Prostituierte“. Die „Parodie“ der Westboro Baptist Church macht daraus die Verdammung einer Schwulen-Ehe. So ist zu hören: „Oh! You all say it’s okay to be gay/ The way to fag marriage has been paved/ Well this calls for some truth, now/ You’re all insane.“

Panic! At The Disco hatten im letzten Jahr ihr viertes Album, „Too Weird to Live, Too Rare to Die!“, veröffentlicht. Die Platte enthielt mit „Miss Jackson“ einen von Outkast ausgeliehenen Song-Titel und erreichte Platz zwei in den Billboard Top 200 Charts.