‚I Am Legend‘-Autor Richard Matheson ist tot


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Richard Matheson, Autor der Romane „I Am Legend“ und „The Incredible Shrinking Man“, ist tot. Der US-Schriftsteller erlag im Alter von 87 Jahren einer langen Erkrankung. Matheson starb im Kreise seiner Familie in Calabas, Kalifornien.

Vincent Price im Jahr 1964 („The Last Man On Earth“), Charlton Heston 1971 („The Omega Man“) und Will Smith 2007 („I Am Legend“) – drei Stars ihrer Ära spielten jeweils die Hauptrolle in der Verfilmung von Mathesons bekanntestem, zivilisationskritischen Roman, „Ich bin Legende“, den er 1954 veröffentlichte. Die Geschichte erzählt vom mutmaßlich letzten Menschen der Welt und seinem Überlebenskampf gegen Vampire („The Last Man On Earth“), sprechenden Toten („Omega Man“) oder Zombies („I Am Legend“). Und der dabei erkennen muss, dass die Spezies Mensch nicht unbedingt diejenige ist, die schützenswert ist. Im Gegenteil: Die Menschen versagen im Laufe der Evolution sogar, und das auch noch in der Auseinandersetzung mit „Monstern“, die nicht die Natur, sondern sie selbst erschaffen haben. Den Regisseur George A. Romero jedenfalls haben die Vampire zu jenen schiefen, verwitterten lebenden Toten inspiriert, die er für „Night Of The Living Dead“ entwarf – und die heute das Zombie-Genre prägen.

Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller schrieb Richard Matheson vor allem in den Sechzigern und Siebzigern auch Drehbücher, etwa zu TV-Episoden von „The Twilight Zone“, „Star Trek“, etlichen Low-Budget-Filmen von Roger Corman sowie der Bradbury-Verfilmung “ Die Mars-Chroniken“. Sein bekanntestes Fernsehdrehbuch jedoch dürfte der Mensch-gegen-Mensch-plus-Maschine-Film „Duel“ sein, mit dem Steven Spielberg 1971 sein Durchbruch als Regisseur gelang; und das wieder einmal eines der wichtigsten Themen Mathesons hervorhob, die Hilflosigkeit des Menschen gegenüber unbekannten Gewalttätigen.

Schriftsteller-Kollege Stephen King bezeichnet Matheson als sein größtes Vorbild. Auf Twitter  kondolierten unter anderem John Carpenter, der ihn als „Meister“ bezeichnete („Richard Matheson was a master of science fiction, fantasy and horror. He will be missed.“) und Roger Corman, der Matheson einen „engen Freund und besten Drehbuchautoren, mit dem ich je zusammen arbeitete“ nannte: „I always shot his first draft. I will miss him.“

Richard Matheson hinterlässt seine Ehefrau und vier Kinder.

Ein Ausschnitt aus „The Omega Man“: