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Willander sieht fern

‘Ich bin ein ein Star, holt mich hier raus!’ Sara heult in der Grusel-Höhle. Dschungelcamp, Tag zwei

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Willander sieht fern

‘Ich bin ein ein Star, holt mich hier raus!’ Sara heult in der Grusel-Höhle. Dschungelcamp, Tag zwei

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Nach den Aufregungen und Zumutungen der Anreise hat im Dschungel die Phase der Bewusstwerdung begonnen: Es ist eine verdammt lange Zeit. Es ist verdammt weit weg von der Heimat. Und es wird verdammt wenig zu essen geben. Denn Sara unterbietet die bescheidenen Erwartungen in der Grusel-Höhle, als sie in deren Foyer bereits kapitulierte und von Dr. Bob ins Helle zurückgeführt werden musste. „Ich hab’ eigentlich ein schönes Leben zu Hause“, heult die 24-Jährige. Als Bündel Elend spekuliert sie in einer eleganten Doppelfigur: „Ich glaub‘, ich bin eigentlich stärker. Ich bin zu schwach dafür.“ Auf Daniel Hartwichs Frage, was der Grund für ihren Jammer sei, antwortet sie: „Alles.“ Am Lagerfeuer berichtet Sara von einem „Zusammenbruch“, sie kenne die Menschen, habe “schon viel Kacke fressen müssen”, und immerzu wiederholt sie, “die Leute” seien “gemein”. Nach diesen Tiraden wird sie natürlich abermals für die Prüfung gewählt.

Es sind die alten Knaben, die Sara Kulka ins Herz geschlossen haben. Walter, der seinen Aufenthalt verlängert und den die Quallen-Attacke leidlich überstanden hat, bescheinigt ihr erwachsenes Frau-Sein (das er der zwei Jahre jüngeren Angelina abspricht), und Rolfe („Ich bin Casting-Direktor“) feiert ihre “Persönlichkeit”: “Du hast das gewisse Extra. Sara, Sara, Sara.” Angelina reagiert aggressiv auf Walters Bemerkung, der Sender befeuere die Konkurrenz zwischen den beiden „Playboy“-Schönheiten: Er solle das vernünftig sagen, und außerdem sei es Quatsch. Für Angelina wäre die Konstellation gefährlich, denn bald müsste sie selbst zu einer Dschungel-Prüfung antreten – und das möchte sie gern vermeiden. Heiße Zähren weint sie bei der Betrachtung eines Kissens, auf dem ihr Liebster mit zwei Hunden abgebildet ist.

Unwahrscheinlich ist es, dass Rebecca und Maren demnächst bestimmt werden. Rebecca vermutet, eine Läsur auf ihrer Kopfhaut könnten Spinnen-Eier sein (sozusagen ein ländlicher Mythos) – Dr. Jörn Schlönvoigt entfernt die Ablagerung mit einer Pinzette und identifiziert sie als Baumharz. Die Moderatoren nutzen die Steilvorlage für eine Sottise mit „Harz IV“. Maren erklärt ihre späte, drei Jahre währende Ehe und ihre Kinderlosigkeit (ihr Ex-Gatte „ist ein bisschen älter als ich, 16 Jahre“).

Walter überrascht mit der Einlassung, die jüngeren Leidensgenossen hörten auf seine Ratschläge – für diese Generation sei er “fast ein Idol“, man höre ihm, dem Altersweisen, aufmerksam zu. Andererseits klagt er über seine Arbeitslosigkeit nach 30 Jahren Kärrnerarbeit für RTL; er habe annähernd 100 Bewerbungen geschrieben. Die Jounalisten heute recherchierten nicht richtig, greint er wohlfeil, es werde nur noch “gehämt”, sein Alter sei irgendwo mit 65 Jahren angegeben worden. Die Ansprache in eigener Sache nutzt er für eine längliche Job-Bewerbung (“Vielleicht kennen Sie meine Stimme aus dem Radio, bin ein guter Entertainer, kann auch Verträge schreiben”). Patricia hört zum ersten Mal von dem Begriff „Hashtag“ (weil, sie ist nicht bei Facebook) und berichtet von ihrem Plan, den stigmatisierten Namen Blanco durch „Phoenix“ zu ersetzen: Der Vogel sei ja auch aus der Asche und so … Mit 43 hat sich Patricia eine infantile Einfalt bewahrt.

Kann Jörn alle Kandidaten ins Abseits charmieren und am Ende gewinnen? Noch konnte er sich nicht bei einer Prüfung beweisen, doch wird er sie zweifellos mit chrirurgischer Präzision bestehen. Und was plant der steinlangweilige Benjamin? Wird Tanja, die bei dem Wort „Hashtag“ erstmals geradezu euphorisch wurde, ins Geschehen eingreifen?

Erste Favoriten für die Abwahl: die larmoyanten Labertaschen Maren Gilzer und Walter Freiwald.

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