Chrisean Rose for Rolling Stone

Ich habe mir gesagt: „Fuck it!“

Jennifer Lopez war eine Streberin aus der Bronx, die es bis ganz nach oben geschafft hat – aber sie musste jeden Schritt auf dem Weg kämpfen. Nun hat sie einen Teil ihrer Geschichte in einem Film verarbeitet. Ein Gespräch über die Kehrseiten des Ruhms und die neue alte Liebe Ben Affleck

Von Alex Morris 4. März 2022

Ron Davis – Getty Images

Es war ein warmer Dezembertag im Büro von Jennifer Lopez. Die Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin, Produzentin, Mogulin, Marke und Multimillionärin gab sich Mühe, nicht zuviel zu sagen. „Ich gebe mir Mühe, nicht zuviel zu sagen“, sagt sie tatsächlich. Sie sitzt auf einer Chesterfieldcouch aus Leder und trägt einen ernsten Gesichtsausdruck zu einem lockeren Pferdeschwanz und einem weißen Joggingoutfit, das viel Bauch zeigt. „Ich bin sehr glücklich. Mehr möchte ich nicht sagen.”

Das war nicht immer so. Für einen kurzen und schönen Moment vor langer Zeit war „zuviel sagen“ ziemlich genau ihr Ding. Rückblende späte Neunziger. Jennifer Lopez war mit einem Kellner verheiratet, den keiner kannte, empfing Reporter im Bikinitop an ihrem Pool in Beverly Hills und gab zum Beispiel sowas zum Besten: „Das Dorf hier ist zu klein für mich!”. Oder: „Ich ging ab wie eine Rakete; er war ein Fels.“ Oder: „Ich habe einfach die Aura eines Stars.” Oder: „Mich treibt die Angst allein zu sein.“ Sie erzählte, dass Oliver Stone nach würzigem Lavendel roch und wie Woody Harrelson sich die Lippen leckte („ziemlich dreckig”) und dass Madonna bei ihrem Leisten bleiben und lieber singen sollte statt zu schauspielern. Zu Gwyneth Paltrow fiel ihr Folgendes ein: „Wo hat sie gleich nochmal gespielt? Ich schwöre, ich hab’s vergessen.“

Fest steht also, dass sie austeilen kann, und dass sie austeilen könnte, wenn sie denn wollte. Gleichsam auf einer Metaebene wäre es durchaus denkbar, dass sie es auch nun tun würde. Schließlich geht es um ihren neuesten Film „Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick”, der seit Ende Februar in deutschen Kinos läuft. Sie hat den Film nicht nur produziert, sie hat auch die Hauptrolle übernommen, am Soundtrack mitgearbeitet und selbst gesungen – das Lopez-Projekt par excellence.

Es geht in dem Film um eine gewisse Kat Valdez, ein Weltstar, die kurz vor ihrer millionenfach gestreamten Hochzeit steht, als sie erfährt, dass ihr Verlobter (der überaus attraktive kolumbianische Reggaetonstar Maluma) sie betrogen hat. In ihrer Panik tut sie, was im echten Leben ungefähr null Menschen tun würden: Sie heiratet kurzerhand einen willkürlich aus der Menge gezogenen Typen (der als willkürlich aus der Menge gezogener Typ sehr versierte Owen Wilson). Es folgt ein bisschen moderater Spaß, weniger, als man angesichts der Mitwirkung von Sarah Silverman erwarten würde. In anderen Worten: Weltstar Jennifer Lopez, die (angeblich) immer wieder betrogen wurde und (möglicherweise) wenn nicht direkt vor dem Altar, so doch in unmittelbarer Nähe von Ben Affleck verlassen wurde – und mit dem sie als magischer Twist des Schicksals nach gut 18 Jahren gerade wieder zusammen kam – spielt einen Weltstar, der … usw., Sie verstehen schon. Die Kunst imitiert das Leben. Man vermutet eine Echokammer der Gefühle.

„Klar, vieles an Kat kann natürlich nur jemand wie ich verstehen”, räumt sie ein. „Ich musste mich die ganze Zeit selbst erinnern: ‚Du weißt doch, wie es ist, wenn du vor vielen tausend Fans bloßgestellt wirst. Weil es dir nämlich passiert ist. Wie gehst du damit um? Wie fühlt es sich an, wenn alles in Scherben liegt; und wenn du nach Hause kommst, macht man sich im Fernsehen über dich lustig, als ob du keine Gefühle hättest? Wie fühlst du dich dann? Du hast natürlich wie im Film Rotz und Wasser geheult. Genau so geht es einem nämlich dabei. Oder das Wegducken, weil du denkst, du ertrinkst, du kriegst keine Luft mehr, weil du falsche Entscheidungen getroffen hast – und es weißt.“

Man muss zugeben, dass sich das sicher nicht gerade toll anfühlt; aber im Film wird dieses Nicht-Gerade-Tolle schon ein bisschen von all den herrlichen Räumen und Designerteilen und Produktplacements und dem exquisiten Licht abgefedert. Weshalb es durchaus erhellend wäre, auf etwas persönlicherer Ebene darüber zu reden. Diese bewusst falschen Entscheidungen zum Beispiel – ob sie vielleicht Lust hätte, das ein bisschen näher auszuführen?

Hat sie nicht. Jedenfalls nicht direkt. „Du merkst einfach, dass es keine Regeln gibt”, sagt sie etwas nebenbei, die Füße auf die Chesterfield gezogen, zwei karamellfarbene Haarsträhnen im makellosen Gesicht. „Am Ende musst du einfach das Gefühl haben, genau das zu tun, was für dich in diesem Moment das Richtige ist. Du musst schließlich mit dir leben. Immer wenn ich gegen meinen Instinkt oder mein Bauchgefühl gehandelt habe, saß ich am Ende da wie ein Häufchen Elend.“

Ja, gut, aber was wäre denn ein Beispiel für eine Zeit, in der sie so ein Bild des Jammers gab? „Da gibt es viele. Nur ein kleines: Immer, wenn man etwas aus Angst tut, etwa. Immer, wenn du denkst ‚Hm, vielleicht sollte ich dieses oder jenes tun, weil ich sonst für eine ganze Weile weg vom Fenster bin.‘ Hinterher sitzt du da und denkst: ‚Das hätte ich lassen sollen. Das war ein dummer Move. Das ging schief.’”

Gibt es denn eine konkrete Situation, in der es schief ging?

„Ich suche gerade nach einer.“ Sie schiebt eine Strähne zur Seite. Sie kratzt sich am Bein. „Es ist nicht leicht.”

Wie sieht es mit der Beziehung zu Ben Affleck aus? Läuft die denn, bei aller Verspätung, endlich gut? „Ich will dazu nicht viel sagen. Wir sind beide erwachsener geworden. Wir sind uns ähnlich, und wir sind sehr verschieden. Das ist nett.”

Nett? Nett?

„Ja nun … wenn man eine zweite Chance mit der großen Liebe bekommt … doch.” Jetzt zittert das Bein. „Wie gesagt, wir haben viel gelernt. Wir wissen, was echt ist und was nicht. Also, am Ende … hat sich das Spiel verändert. Nochmal: Ich werde nicht viel dazu sagen.”

Chrisean Rose for Rolling Stone

Fairerweise sei betont, dass sie durchaus über eine ganze Menge sprechen will. Man muss nur ein bisschen weiter zurückschauen. Sie erzählt zum Beispiel bereitwillig, dass sie schon mit ungefähr acht Größeres im Sinn hatte, als das Castle Hill-Viertel in der Bronx, wo sie aufwuchs. Damals ging sie auf eine katholische Schule, schaute „Happy Days“ und hing Menudo-Poster an die hellrosa Wände des Zimmers, das sie mit ihrer jüngeren Schwester Lynda teilte. Aber „ich wollte etwas aus mir machen”, sagt sie. „Ich war ziemlich ehrgeizig.“

Ihr Vater hat Computer repariert, die Mutter war Lehrerin im Kindergarten und nahm sonntags nach der Kirche den Top 40-Countdown auf Kassetten auf. Jennifer war das mittlere von drei Mädchen und tanzte vor dem Spiegel in ihrem Zimmer als Rita Moreno in „West Side Story“. Als erster Job fegte sie im Kosmetiksalon einer Familienfreundin für zehn Dollar Haare zusammen und putzte die Waschbecken. Später, mit 15, hat sie gefälschte Parfüms in „einer Art Piratenbude hinter der Tankstelle verkauft”. Als Mädchen träumte sie von einem großen Barbie-Frisierkopf, aber als sie einer Cousine die Barbie klauen wollte, stürzte sie auf der Treppe. „Es kam mir vor, als ob mich etwas runter schubste. Als ob Gott sagte: ‚Du sollst keine Barbie klauen.‘” Lopez glaubt an solche Dinge, „an seherische Gaben, an Vorahnungen, an Vorhersehung.”

Ein Sensibelchen war sie nicht. Die puertoricanischen Eltern gingen streng mit ihrer Tochter um, weil die Welt hart mit ihnen umging. Ihre Mutter Guadalupe wollte eigentlich Schauspielerin werden, sie sehe aus wie Natalie Wood, hieß es. Dann bekam sie drei Kinder in vier Jahren und verkaufte Tupperware, um das Haushaltsgeld aufzubessern. Die Rolle als Versorgerin lag ihr nicht. Sie nahm ihre Töchter nicht an die Hand, sie erwartete Leistung, aber zeigte ihnen auch klar die Grenzen auf. Manchmal gab es Ohrfeigen. „So hat man die Kinder eben erzogen“, sagt Lopez. „So wurden wir erzogen, so wurde ich erzogen. Aber – man konnte auch Spaß mit ihr haben. Sie war auch die Mutter, die mich in Musicals geschleppt und mit viel ganz unterschiedlicher Musik vertraut gemacht hat. Dass ich Entertainerin bin, habe ich ihr zu verdanken. Und ich habe in diesem harten Business auch überlebt, weil ich eine toughe Mutter hatte. Ich glaube nicht, dass ihr klar war, worauf sie mich da vorbereitet hat. Aber es ist ihr gelungen.“

Lopez fügte sich, bis sie 16 wurde und einen Jungen aus der Nachbarschaft namens David Cruz datete. Er nahm sie mit zum Promball. Sie schliefen miteinander. Lupe hatte Angst, Jennifer könnte schwanger werden, also schlich sich Lopez aus dem Fenster der elterlichen Wohnung im zweiten Stock, traf sich heimlich mit Cruz. Um wieder hochzukommen, hatte sie eine Leiter versteckt. „Ich war ziemlich geschickt im Rausschleichen“, sagt sie. „Aber als sie mich erwischt haben, wurde es übel.“

Nicht ganz so übel allerdings wie in der Nacht, in der sie ihren Eltern erklärte, dass sie die Schule geschmissen hatte, um Tänzerin zu werden. „Sie hatten auf jeden Fall ihre Zweifel. Wobei mir das wohl nicht anders ginge. Also, würden wir jetzt in der Bronx leben und eins meiner Kinder käme daher und meinte: ‚Das mach ich jetzt‘, dann würde ich sicher auch erst mal sagen: ‚Bitte? – Und wie stellst du dir das vor? Du rufst einen reichen Hollywoodproduzenten an und der steckt dich in einen Film? Und dann wirst du entdeckt? Mal ernsthaft: Wach auf!‘“

Sie lacht laut über die Absurdität, soweit gekommen zu sein wie sie. „Wenn du in so einer Gegend aufwächst, dann enden große Träume normalerweise als Enttäuschung.“

Warner Bros.

Lopez jedenfalls zog aus, packte hastig ein paar Sachen und schlief eine Weile auf dem Sofa des Phil Black Studios. Sie lebte von kleinen Tanzengangements – 25 Dollar hier, 50 da – und ernährte sich von Billigpizza und Fertigsuppen, gönnte sich manchmal Waffeln in einem Laden namens Good Enough To Eat. 1991 landete sie als cooles Fly Girl in Keenen Ivory Wayans TV-Comedy „In Living Color“, obwohl sie die Audition in L.A. nicht schaffte. „Keenen hat mir erklärt, er habe die Besetzung den übrigen Mädchen überlassen, weil er davon ausgegangen war, dass ich sowieso gewinnen würde“, sagt Lopez. „Die Kameras liefen und er sagte: ‚Stimmen wir ab‘ – und da haben alle für dieses andere Mädchen gestimmt.“ Hinterher rief er Lopez an. „‚Rosie (Perez, die Choreographin) und ich bringen das in Ordnung‘, hat er gesagt. Sie haben dann die andere für diese Staffel behalten und mich eben zur nächsten geholt.“

Details verdeutlichen recht gut, unter welchem Druck Lopez stand, als sie 1991 nach L.A. ging. In der ersten Woche am Set ezählte ihr eins der Mädchen, dass sie ein Fotoshooting verschieben mussten, weil Lopez noch ein bisschen abnehmen sollte. Die Idee, ein paar der Fly Girls sozusagen als Vorläufer der Spice Girls oder Destiny’s Child aufzustellen, verlief im Sand. Mehr aus Langeweile und ohne wirkliche Richtung nahm Lopez schließlich Schauspielunterricht und merkte, dass sie echtes Talent hatte. Nach ein paar Videos für Janet Jackson und New Kids On The Block sowie einer handvoll Auftritten in TV und Film wurde sie 1996 gegen 22.000 Mitbewerbwerinnen in der Rolle als „Selena“ im Biopic über den Tejano-Star Selena Quintanilla besetzt. Sie brachte ihr eine Golden Globe Nominierung und machte Lopez zur ersten Latina, die mehr als eine Million Dollar für eine Rolle bekam. Innerhalb der nächsten paar Jahre spielte sie mit Robin Williams in „Jack“; mit Jack Nicholson in „Blood And Wine“; und mit George Clooney in „Out Of Sight“. Sie kratzte, wie sie selbst sagt, „am unteren Rand der A-Liste von Hollywood“.

Epic Records

Sie tat, was genau null Leute in so einer Situation tun würden: Sie setzte sich daran, ein Album zu produzieren. Einer der Musiker, die bei „Selena“ mitgespielt hatten (aus der echten Band der Sängerin), überließ ihr einen Song für ein Demo – das solange unbeachtet bei ihrem Sonylabel Work Group herum lag, bis es auf dem Tisch von Sony-Chef Tommy Mottola selbst landete. Der wiederum hatte sich angeblich gerade mit einer anderen Latina-Künstlerin überworfen und wollte ein Zeichen setzen.

Er gab Lopez ein Zimmer im St. Regis Hotel und den Auftrag für ein Album. Dafür überließ er ihr ein paar eingängige Songs, die er von weniger bekannten Musikern abzog. Sein Plan ging auf. „On The Six“ (nach der U-Bahn-Linie, mit der Lopez einst von der Bronx nach Manhattan fuhr) bekam dreifach Platin in den USA und verkaufte sich weltweit mehr als 8 Millionen mal – was weithin für Überraschung sorgte. „Man hatte sie einfach nicht auf dem Radar“, sagt ein Neunziger-Popstar, der damals in denselben Kreisen unterwegs war. „Aber sie hat gearbeitet wie verrückt, sie war stur auf Erfolg gepolt, egal wie. Ich würde sagen, sie hatte nur ein einziges Ziel: Ein Weltstar zu sein.“

„Am Anfang war sie nicht besonders gut, aber sie wurde schnell besser“, sagt Maria Christensen, deren „Waiting For Tonight“ (mit 3rd Party) Lopez auf ihrem Debüt coverte. „Die Studioleute erlebten eine Sängerin, die nie aufgab. Sie bastelten an den Vocals, haben haufenweise Takes aufgenommen und zusammen gestückelt. Sie hat gearbeitet wie verrückt und unermüdlich weitergesungen, buchstäblich bis sie nicht mehr konnte.“ Mit Erfolg.

Das zweite Album „J-Lo“ (nach dem Spitznamen, den ihr der 2011 verstorbene Rapper Heavy D gegeben hat), landete aus dem Stand an der Spitze der Popcharts, und zwar am selben Tag, an dem „Wedding Planer“ die Kinocharts erobern konnte. Noch nie hatte jemand beide Positionen gleichzeitig besetzt. Und so drehte Lopez noch ein paar Filme (zur Zeit sind es 31) und veröffentlichte noch ein paar Platten (neun jetzt mit „Marry Me“) und ging auf Welttournee und bekam ein Engangement in Las Vegas und trat als Jurorin für „American Idol“ auf und gründete ein paar Modelinien und partnerte mit zahllosen Marken und setzte eine Hautpflege-Reihe und ein Paar Zwillinge und ungefähr eine Million Parfüms in die Welt; und trotzdem findet sie immer noch, ihr Erfolg habe sich „langsam, aber stetig“ entwickelt. Sie kann sich indes an den Moment erinnern, in dem ihr klar wurde, dass sich ihr Leben endgültig verändert hatte. Eines Nachts in den Neunzigern tigerte sie im Jetlag durch ihre Londoner Hotelsuite und betrachete die zahllosen Designerschuhe, die sich an der Wand reihten. „Mir fielen die Zeiten ein, als ich in löchrigen Sneakers herumzog“, sagt sie. „Ich dachte: ‚Passiert mir das alles wirklich?‘ Ich kam mir vor wie im verdammten Märchen. Gar nicht so sehr wegen des Reichtums. Sondern wegen der Veränderung, dem Missverhältnis. Die Hotelsuite war größer als das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Viel größer.“

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Heute hat sie sich zweifellos an den Wohlstand gewöhnt. Aber das Gefühl des Missverhältnisses ist geblieben. „Ich fühle mich als Underdog“, meint sie. „Es kommt mir immer noch vor, als stünde ich ganz am Anfang. Immer. Ich habe immer den Eindruck, fehl am Platz zu sein. Das hat damit zu tun, dass ich aus Puerto Rico bin, aus der Bronx, und eine Frau. Alles zusammen. Dass ich aus einer Familie ohne Geld stamme. Dass ich keine Kontakte im Business hatte. Ich bin einfach losgezogen und habe mir gesagt: ‚Scheiß drauf. Versuch‘ es einfach. Versuch‘ einfach, es zu schaffen.‘“

Lopez ist bekannt dafür, Interviews in einem ihrer perfekt gestylten Häuser zu geben, aber diesmal wollte sie sich in ihrem Büro treffen, das vorab – ohne erkennbare Ironie – zu ihrem eigentlichen, natürlichen Lebensraum erklärt wurde, als der Ort, an dem Der Ganze Amazing Shit entsteht. Der funktionale Hausflur wirkt zwar ernüchternd, aber sobald man durch die massive Holzpforte kommt, fühlt man sich weniger wie in einem Büro; man betritt eine immersive Installation aus extremem Luxus. Es gibt ein Film- und Musikzimmer, in dem ein Steinhovenklavier aus Acryl und ein kreisförmiges, grünes Samtsofa stehen, und die grüne Flamme des gasbetriebenen Kaminofens sieht aus, als würde hier echtes Geld verbrannt. Es gibt eine glänzend polierte Küche, in deren High-End-Kühlschrank Gesundheitsdrinks fast militärisch stramm stehen. Es gibt einen verspiegelten Schminksalon mit einem hellen Fischgrätparkett und Messingakzenten. Auf der Marmorplatte des leeren Schreibtischs im Empfangsbereich steht beiläufig ein Geschenk von Tom Ford, darüber leuchtet ein BRX-Schriftzug – der natürlich für Bronx steht – und gegenüber ragt eine Luftaufnahme New Yorks vom Boden zur Decke. Die Glaswände, die den erlesenen Raum teilen, sind so blank geputzt, dass Lynda früher am Tag mit einem dumpfen Schlag dagegen gelaufen war. „Sei bitte vorsichtig“, sagte Lopez‘ langjähriger Manager Benny Medina in einem nur vielleicht scherzhaften Tonfall. Er war gerade dabei zu erklären, dass dieses Büro nach Lopez‘ Vision eingerichtet sei, weil sie alles mit Vision und Geschmack und der Art von Kontrolle angeht, die zwar Anregungen zulässt – aber halt nur bis zu einem gewissen Punkt. „Ich durfte mir meinen Schreibtisch selbst aussuchen“, sagt Medina zum Klang von Popmusik, die aus keiner identifizierbaren Richtung oder Quelle im Raum läuft. Überall schwebt der Duft von Le Labo Santal 26 und überall hat man eine überwältigende Aussicht.

Lopez hat sich in einer Art Listening Room im hinteren Bereich des Büros niedergelassen, damit sie mir den Soundtrack von „Marry Me“ vorspielen kann, und bald schließt sie die Augen und wiegt die Schultern, während sie die wohltemperierten Songs mitsingt, die von Liebe, gebrochenen Herzen und Kontrollverlust erzählen. Eine knappe Woche zuvor hatte Affleck bei Howard Stern erklärt, dass er „vermutlich immer noch trinken würde“, wenn er noch mit Jennifer Garner verheiratet wäre. Beim Gedanken, dass ihn die Ehe mit einer der wenigen amerikanischen Darlings offenbar dazu gebracht hatte, „routinemäßig eine Flasche Scotch zu trinken und auf der Couch einzuschlafen“, geriet die gesamte Öffentlichkeit völlig außer sich. Plötzlich wurde der Kontakt zu Lopez offizieller. Die ganze Szenerie unseres Treffens wirkt, als solle die eisenharte Kontrolle über ihren Markenkern und ihr Image demonstriert werden. Die Songs sind eingängig, aber die Texte verraten wenig.

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Allerdings mussten sich eben auch nur wenige Celebrities derart mit den beschissenen Seiten des Ruhmes herumschlagen wie Lopez – mit dem Body Shaming, dem Sexismus, dem Rassismus. Und die Zeit mit Affleck markierte dabei vermutlich den Höhepunkt. „Statt sie zu bewundern, hat man sie runtergemacht. Man hat sie ausgegrenzt. Man hat ihr nichts verziehen, nie“, sagt ihre Freundin und Co-Produzentin Elaine Goldsmith-Thomas. „Die Frau hatte einen Film UND ein Album an den Chartsspitzen – das gab es noch nie. Aber geschrieben haben sie über die Trennung von Puffy. Im Jahr darauf hatte sie einen Hit mit „Maid In New York“, und in der Presse hieß es: ‚Ben Affleck schläft mit dem Küchenpersonal‘. Sie hat einfach nicht die Anerkennung bekommen, die für – ich kann es nicht anders sagen – weiße Darstellerinnen selbstverständlich ist. Und ich weiß, wovon ich rede, weil ich mit ihnen gearbeitet habe.“ In „South Park“ wurde sie in einer Folge, die sich über ihre Latin-Herkunft lustig machte, eine „fiese Bitch“ genannt. Conan O’Brien meinte, dass er in einem Sketch über das Paar „unseren Praktikanten“ als Affleck und „unsere Putzfrau“ als Lopez besetzen würde.

„Es war brutal“, sagt Lopez heute. „Es war wirklich brutal. Das sind einfach Dinge, die du so tief wie möglich in dir vergraben musst, damit du überhaupt weiter machen und arbeiten kannst.“ Das gelang ihr auch – bis es irgendwann nicht mehr ging. „Schon komisch. Ben und ich waren wirklich verliebt. Ich hatte eine der glücklichsten Zeiten meines Leben. Aber zugleich lief dieses andere Ding. Man ist über uns hergefallen, und das hat unsere Beziehung tatsächlich von innen her zerfressen – wir waren beide schlicht zu jung, um zu wissen, was im Leben wirklich zählt.“

Über manches davon spricht sie. Sie erzählt von der Therapie und wie sie „viel spiritueller geworden“ sei, seit sie Kinder hat. Sie sagt, sie bete viel und spreche ständig mantrische Selbstbekenntnisse vor sich hin („Ich bin eins mit mir; ich bin auch allein wertvoll; ich liebe das Universum, das Universum liebt mich“). Sie erzählt, sie sei am Morgen um acht aufgewacht und von einer Welle der Dankbarkeit überwältigt worden. Ihre Schwester war ein paar Tage zuvor aus New York eingeflogen. Ihre Mutter war auf dem Weg. Weihnachten stand vor der Tür, viele schöne Geschenke waren gekauft, viele schöne Pläne geschmiedet. „Ich versuche immer, mein Leben mit Dankbarkeit zu betrachten“, sagt sie ohne jede Ironie. „Aber gerade heute war mein erster Gedanke ganz ehrlich: „Danke. Ich danke dir, Gott. Ich danke dir, dass mein Leben ist, wie es ist.“

Nach dieser Dankbezeugung, sagt sie, schlüpfte sie in ihre Gucci Slipper, schlappte ins Bad, stieg aus ihrem Schlafset, drehte die Dusche an und nahm sich vor, wie immer so auch heute ihr bestes Ich zu sein. „Ich will immer klar machen, dass ich mein Bestes gebe, dass ich alles tue, um die Welt ein bisschen zu verbessern“, sagt sie. Und: „Ich bin wirklich glücklich, vermutlich glücklicher als je zuvor.“ Das liege an Affleck, obwohl sie nicht sagt, was genau sie an ihm glücklich macht, oder was sie zuvor weniger glücklich gemacht hat. Oder genauer: Sie spricht schon darüber, aber bittet mich, vorher die Aufnahme zu stoppen, was so wirkt, als wolle sie betonen, wie kalkuliert sie die restliche Zeit des Interviews agiert. Sie erzählt, dass sie Louise Hays „You Can Heal Your Life“ gelesen und dabei gelernt habe, dass sie kontrollieren könne, wie sie über die Welt denkt, auch wenn sie diese selbst nicht kontrollieren kann. Sie sagt: „Es war mir immer wichtig zu verstehen, wie ich ticke.“

Zu diesem Verständnis gehört auch, sich darüber klar zu werden, wieviel sie von sich preisgeben kann, nicht zuletzt weil ihre öffentliche Präsenz auch auf die Kinder zurückfällt. „Ich muss da wirklich jonglieren“, sagt sie. „Die Menschen sind oft super kritisch. Also, du lässt sie in dein Zuhause, und dann reden sie über deinen offenen Kamin oder schreiben sowas wie ‚Ob das echt ist? Haben sie das inszeniert?‘“ Aber zur Selbstfindung gehört auch ein bisschen der Blick nach innen, auf drei Scheidungen (zuletzt von Marc Anthony) und die beiden verworfenen Verlobungen (zuletzt mit Alex Rodriguez) und auch die vielen in der Öffentlichkeit ausgetragenen Break-Ups, und was sie damit zu tun haben, dass sie nicht die Kleinfamilie gegründet hat, die sie immer wollte. „In meinen Vierzigern“, sagt sie, „habe ich mir immer gesagt, dass ich mich nicht genug liebe. Du lässt gewisse Dinge einfach geschehen, du kümmerst dich nur um den Erfolg in der Arbeit – aber dein Privatleben…“, sie macht eine Pause, „läuft einfach nicht…‘“. Sie schweigt wieder. „Das hat mich künstlerisch vorangebracht, was natürlich toll ist. Die Haltung hat mich immer wieder zu Höchstleistungen angetrieben. Sie hat mir mehr innere Sicherheit gegeben. Sie hat mich motiviert, immer besser zu werden und erfolgreicher und als Künstlerin zu wachsen. Und das ist mir auch gelungen. Aber am Ende willst du dich eben auch in deinem eigentlichen Leben wohlfühlen.“

Sie lässt den Blick durch das Zimmer schweifen und entschließt sich, noch ein bisschen auszuführen, warum das vielleicht nicht so geklappt hat. „Was Liebe bedeutet, erfährst du ja nicht erst aus der ersten Liebe. Das geben dir schon deine Mutter und dein Vater mit, es hängt davon ab, was du als Kind von deinen Eltern über die Liebe und das Leben lernst, wie sie mit dir umgehen. Das sind die Dinge, über die du nachdenken musst und an denen du in deinen Beziehungen arbeiten musst – wenn sich bestimmte Muster wiederholen und du denkst: ‚Warum geht das schon wieder los?‘“.

Ihre Eltern haben sich scheiden lassen, als die Kinder schon groß waren. Sie möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber sie will klar stellen, dass sie darüber hinweg ist. „Ich hadere nicht mehr damit“, sagt sie später. „Ich bin überzeugt, dass meine Mutter es so gut gemacht hat, wie sie konnte. Und aus dieser Perspektive ist es auch leichter, die Strafen und Schläge und alles zu akzeptieren. Ich selbst will meine Kinder nicht so erziehen, aber ich habe Verständnis dafür.“

Umgekehrt ist sie sich aber nicht sicher, ob ihre Eltern sie verstehen. „Wie sollten sie auch?“, fragt sie. „Ich glaube, mein Leben verwirrt sie.“ Damit stehen sie nicht allein. „Wenn in einer Familie jemand berühmt wird, dann führt das zu Konflikten. Und es kann für beide Seiten kompliziert werden, für mich etwa in der Art ‚Ist das eigentlich noch die Familie, die mich liebt und akzeptiert und versteht und in mir dieselbe Person sieht? Oder halten sie mich auch für jemand anderen?‘ Und die Familie hat vermutlich eher gedacht, ‚Ok, jetzt ist sie also so und so, und was heißt das jetzt? Was erwarte ich? Um wieviel kann ich bitten? Und wo ist die Grenze?‘ Es gibt Verwirrung. Auch Ablehnung, gemischte, komplizierte, erwachsene Gefühle. Kurz: ‚Was bedeutet das alles?‘“.

Chrisean Rose for Rolling Stone

Diese Gefühle geben natürlich einen wunderbaren Stoff für eine romantische Komödie mit Musik, weshalb Lopez vermutlich in „Marry Me“ ein gutes, sicheres Projekt für sich sah, eins, worin sie einige Aspekte ihres Lebens zeigen konnte, ohne zu viel offen zu legen. Als Nachfolger für „Hustlers“, dessen elektrisierende Performance als kriminelle Stripperin Ramona ihr eine Golden Globe-Nominierung und viel Lob eingebracht hat, überrascht er natürlich. Aber Lopez sagt, sie habe lange darauf gewartet einen Film und zugleich dessen Soundtrack zu machen (für sie ist „Marry Me“ kein Lopezalbum, sondern eines von Kat Valdez) und außerdem bietet man ihr nicht oft die toughen, harten Rollen an. „Die Hälfte der Filme, die am Jahresende angekündigt werden, kenne ich nicht mal“, sagt sie. „Ich beschäftige die besten Agenten der Welt, aber solche Projekte landen nicht bei mir.“

Nuyorican Productions – die „Hustlers“ und auch „Marry Me“ produziert haben – hat sie gegründet, „um meine Karriere in die eigenen Hände zu nehmen.“ Ihre Erfolgsgeschichte ist tatsächlich, ganz jenseits von Reichtum und Luxus, von diesem Bruch geprägt – woher sie kommt und wo sie ist und wo sie sein möchte. Es gab ein Jahr, da sah man sie auf satten 46 Magazintiteln. Mit ihrer Musik hat sie Latin in den Popmainstream gebracht. Aber den Golden Globe hat sie nie gewonnen, war auch noch nie für den Oscar nominiert, obwohl sie es nach beinah einhelliger Meinung verdient hätte. Vor gar nicht so langer Zeit war sie praktisch pleite. Damals waren die Zwillinge Emme und Max noch klein, sie ließ sich gerade von Anthony scheiden, ihr Label hatte sie fallen lassen, die Alben verkauften sich mäßig, sie war über 40, bekam keine Filmangebote und wollte ein Auto kaufen. „Mein Geschäftsführer sagte: ‚Nö, das geht jetzt nicht‘“, sagt sie. „Ich: ‚Echt jetzt?‘ und er: ‚Ja. Wir sollten im Moment still halten und warten, bis du wieder arbeiten kannst.‘“

Also hat sie gearbeitet. Obwohl ihr Umfeld das Engagement für einen Karrierekiller hielt, hat sie bei „American Idol“ unterschrieben, schlug zweimal die Woche in den Fernsehern der Nation auf, wo sie nicht die Diva gab, die auf weißen Lilien in der Umkleide besteht und ihren Hintern versichert (warum auch nicht?), sondern als hart arbeitende Single Mom, die feuchte Augen bekam, wenn die Kandidaten glänzten oder versagten. Sie ging auf ihre erste Welttournee. Nuyorican übernahm „Hustlers“ trotz des lauten Genörgels von (männlichen) Industrietypen, die der Meinung waren, die Stripperinnen müssten „sympathischer“ sein. Lopez scherte sich nicht darum und verbrachte das letzte präpandemische Jahr damit zu lernen, wie man einen Strippole beherrscht. Sie drehte „Hustlers“ – ohne Gage – in 29 Tagen. Als sie neben Shakira beim Superbowl auftreten sollte, hagelte es Proteste, weil die NFL-Großkopferten offenbar glaubten, es brauche zwei Latinas für den Job von einem weißen Mann. Lopez trat trotzdem auf und nutzte die Gelegenheit, um das Spielfeld des Miami Hard Rock Stadiums mit Latinokindern – darunter auch ein eigenes – zu füllen, die in leuchtend weißen Käfigen sangen, während die NFL-Chefs sich vermutlich die Haare rauften. In der Pandemie hat sie nicht nur einen, sondern gleich zwei Filme vorbereitet und abgedreht, eine Dokumentation über ihr Leben auf den Weg gebracht und die Postproduktion von „Marry Me“ beendet. Sie ist mit ihren Kindern bei Black Lives Matter mitmarschiert, trat bei Joe Bidens Inauguration auf, hat die Verlobung mit Rodriguez gelöst, sich wieder mit Affleck zusammengetan und den vergangenen Herbst in Kanada verbracht, wo sie um fünf aufstand und trainierte, damit sie um Viertel nach sechs in der Maske saß und ab halb acht drehbereit am Set für „The Mother“ stehen zu können. Zwischen den Szenen war sie Mutter, sprach mit den Zwillingen per Face Time auf dem Weg zur Schule, setzte Zoom Meetings mit ihnen an und ermahnte sie: „Zähne putzen! Ab ins Bett!“, aus gut 3000 Kilometern Entfernung.

Anders gesagt: Sie hat geschuftet. Sie hat sich bemüht, nur die richtigen Dinge zu sagen, die richtigen Dinge zu tun und sich in Selbstliebe und Dankbarkeit einzurichten. Aber den Bruch spürt sie noch immer. „Seit 20, 25 Jahren höre ich ständig ‚Naja, so toll ist sie nicht. Sie ist schön und sie macht nette Musik, aber es fehlt eben dieses oder jenes.‘ Ich finde, dass mir ein paar feine Sachen in dieser Zeit gelungen sind. Aber es gibt eben diesen Club, zu dem ich nie gehört habe. Ich habe immer so getan, als sei alles okay, als ob es mir gut ging und alles. Aber es schmerzt eben doch, wenn man nicht dazugehört. Ich weiß auch nicht, ob das je anders sein wird. Es gibt diesen Inner Circle, dessen Mitglieder denken: ‚Wir sind die tollen Künstler‘. Und dann gibt es eben diese Popkünstlerin.“

Große Träume werden oft enttäuscht. Das kennt sie, seit sie ein Mädchen in der Bronx war, die heimlich aus dem Fenster stieg, um ihren Freund zu treffen. Vor nicht zu langer Zeit hat sie David Cruz‘ Mutter angerufen. Cruz war an einer Herzkrankheit gestorben, und als Lopez davon in den Nachrichten hörte, merkte sie, dass sie seine Telefonnummer noch immer auswendig kannte. Also hat sie angerufen. Seine Mutter ging ans Telefon. „‚Hallo, hier ist Jennifer Lopez‘, und seine Mutter meinte nur: ‚Jennifer…‘. Ich habe gesagt: Es tut mir so leid.‘ Und da fing sie an zu weinen. Ich sagte: ‚Du weißt, dass ich David geliebt habe.‘ Und sie: Ich weiß. Er hat dich auch geliebt. Er hat dich immer geliebt.‘“ Sie hält kurz inne. „Mit so einer ersten Liebe kannst du dich wirklich glücklich schätzen.“

Sie nimmt das Ipad. Cruz hatte sie zu den Proms ausgeführt und sie will plötzlich das Foto sehen. „Ich suche nur schnell ‚Jennifer Lopez Prom Bilder‘“, sagt sie und tippt, die Stirn sacht gerunzelt, auf den Screen, weil sie annimmt, dass das Bild, wie ja fast ihr ganzes Leben, öffentlich zugänglich sei. Sie hat recht: Nach einem Moment zeigt sie mir ein körniges schwarz/ weiß Bild von sich, mit breitem Lächeln, in Satin und Spitzen. Cruz steht hinter ihr, mit einem freundlichen Gesicht und grinst. „Ich habe mein Kleid selbst genäht. Rosa, rückenfrei, Mermaid-Form. Rosa Satin mit Spitzenbesatz. Ich habe es gezeichnet und einer Schneiderin aus der Nachbarschaft gezeigt: ‚Das Kleid will ich machen‘. Ich hatte eine Vision.“ „Im Gegensatz zu damals, als du mir den Pony geschnitten hast. Der ging gar nicht“, wirft Lynda ein, die gerade ins Zimmer kommt. Lopez zuckt die Achseln. Nicht jede Vision kann visionär sein.

Andererseits glaubt sie an Visionen, sie glaubt an Schicksal, sie ist überzeugt, dass alles einen Grund hat. Sie glaubt, dass sie eines Tages bekommt, was ihr zusteht. Woran sie nicht glaubt, ist eine neuerliche Trennung von Affleck in naher Zukunft. „Ich denke nicht, dass wir wieder zusammengekommen wären, wenn wir geglaubt hätten, dass es dazu kommt“, sagt sie. „Wir haben das Gefühl, dass das, was wir wiedergefunden haben, so viel wichtiger ist, und wie wir das schützen und wie wir unser Leben leben – was wir teilen, was wir nicht teilen – hält uns im Gleichgewicht. Das kommen uns die Erfahrung und Weisheit zugute, die wir im Laufe der Jahre gewonnen haben.“

Was kann sie darüber hinaus noch sagen?