Immer weiter – Der Herbst des Stephen Stills


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Aus ROLLING STONE 4/2013:

Immer weiter – Der Herbst des Stephen Stills

Stephen Arthur Stills ist 17 Jahre jung, als er sich 1962 mit seiner Akustik-Gitarre vor „ein ziemlich gutes Mikrofon, irgendein deutsches Fabrikat“ ins „The Voice Of America“-Studio in San José stellt. San José, Costa Rica. Der Typ vom Sender hatte ihn vorher auf einer Party angequatscht. Er müsse ihn unbedingt auf Band haben. „Ich sagte: O.k. Und spielte und sang dann diesen Song für ihn“, erinnert sich Stills.

„Travellin'“ heißt dieser Song, der nun die überfällige Stephen-Stills-Retrospektive „Carry On“ eröffnet, ein Vier-CD-Boxset. Was seiner Mutter und später seiner jüngeren Schwester zu verdanken ist, die das Band mit dem Song durch alle Wechselfälle des Lebens gehütet haben. „Dieser Song hat mich wirklich sehr überrascht“, sagt Stills. „Weil ich ihn ewig nicht gehört hatte. ‚Travellin“ ist wohl das erste Stück, das ich überhaupt aufgenommen habe. Wir waren gerade nach Costa Rica gezogen, in meinem letzten Highschool-Jahr. Ich musste mich von meinen Freunden in Florida verabschieden und fand mich in diesem spanischsprachigen Land wieder. Ohne Fernsehen. Da gab’s für mich nach der Schule praktisch nichts anderes zu tun, als Gitarre zu spielen.“

Jetzt „Travellin'“ zu hören, ist nicht nur berührend, sondern auch verblüffend. Weil diesem suchenden Anfang nicht nur ein Zauber innewohnt, der all die Jahre, die er noch vor sich hat, heute mühelos hinter sich lässt. Sondern weil darin auch fast alles Wesentliche von dem auszumachen ist, was Stephen Stills‘ Persönlichkeit als Künstler ausmacht. Dieser reine Gesang, der noch den Chorknaben aus der streng katholischen St. Leo Academy in einem Vorort von Tampa verrät, und später in Songs wie „4+20“ immer wieder auftauchen wird. Dieses souveräne Fingerpicking, das sich zu Stills‘ eigenem Erstaunen innerhalb kurzer Zeit in Costa Rica „voll entwickelt“ hatte. Vorher, in Florida, hatte er in seiner Band ja noch vor allem Schlagzeug gespielt.



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