Logo Daheim Dabei Konzerte

Upcoming: Blues Pills

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Spezial-Abo

Interview mit James Wan, dem Macher von „Saw“ und „Insidious“

Haustiere und vegane WG-Mitbewohner sind schon anstrengend genug – aber wie fühlt es sich wohl an, mit einem uralten Dämon zusammenzuleben? Einem, der es auch noch darauf abgesehen hat, sich im Körper des Familiensohns einzunisten? Davon handelt „Insidious“, der am 21.7. in die deutschen Kinos kommt (hier unsere Review von Oliver Hüttmann lesen) – und wie oft bei Horrorfilmen klingt die Nacherzählung zwar nach albernem Märchen, wird der Zuschauer dann aber zwischen düsteren Vorahnungen, Schreck und Chaos hin- und hergeworfen. Wie in einer postmodernen Geisterbahn.

In den USA war “ Insidious“ mit rund 54 Millionen Kinoumsatz einer der Überraschungshits des Jahres. Ganz überraschend auch wieder nicht, denn der Regisseur ist ein Superstar des Indie-Horrorfilms: James Wan, 34, in Malaysia geborener Australier, Erfinder der berühmt-berüchtigten „Saw“-Reihe, der erfolgreichsten Horror-Franchise aller Zeiten (zu seiner Ehrenrettung: Als Regisseur verantwortete er nur die erste, fantastische Folge). Für „Insidious“ tat er sich mit den Machern des Überwachungskamera-Schockers „Paranormal Activity“ zusammen. Noch ein Grund, endlich ein Interview mit dem kleinen Gruselmeister zu führen.

James Wan, auch Sie haben Ihre prägendsten Angsterfahrungen sicher als Kind durchlebt. Welcher Horrorfilm hat damals den größten Eindruck auf Sie gemacht?

Es waren zwei, lustigerweise beides Steven-Spielberg-Produktionen: „Poltergeist“ und „Der weiße Hai“. Beide habe ich mit sechs oder sieben Jahren gesehen, beide haben bleibende Narben in meiner Seele hinterlassen. Wegen „Poltergeist“ fürchte ich mich vor Clowns und Puppen, wegen dem „Weißen Hai“ vor allem, was unsichtbar im Meer schwimmt.

Dass Sie „Poltergeist“-Fan sind, überrascht uns nicht. „Insidious“ wirkt in der zweiten Hälfte wie eine Hommage, wenn die Geisterjäger und die übersinnlich begabte Frau sich daran machen, den Dämon aus dem Haus zu vertreiben. Absicht?

Nein. Leigh Whannell, der das Drehbuch geschrieben hat (übrigens auch das von „Saw“, d. Red.), mag „Poltergeist“ gar nicht so gern. Dass die Geschichte von „Insidious“ in diese Richtung geht, hat einen anderen Grund: „Poltergeist“ selbst war ja schon eine Hommage, und zwar an all die Spukhausfilme, die davor gekommen waren, „Bis das Blut gefriert“ oder „Amityville Horror“. Allerdings war hier etwas neu: Während die Stories bis dahin immer in gruseligen alten Villen gespielt hatten, holte Spielberg den Horror in ein Suburbia-Haus. Geister, übersinnliche Phänomene, Austreibungen: Das ist in den US-Vorstädten von heute ein heißeres Thema denn je.



Paul McCartney: seine 71 besten Post-Beatles-Songs

Weiterlesen
Zur Startseite