Konzerte von Bob Dylan machen Paul McCartney keinen Spaß
„Ich war schon bei einigen von Bobs Konzerten und konnte nicht erkennen, welchen Song er gerade spielte.“
Paul McCartney glaubt, dass sich die Präsentation seiner Musik auf der Bühne radikal von der unterscheidet, die Bob Dylan live zelebriert. Im Podcast-Gespräch mit Richard Osman und Marina Hyde (
„Ich war schon bei einigen von Bobs Konzerten und konnte nicht erkennen, welchen Song er gerade spielte“, erzählte Macca. „Da übertreibt er schon, finde ich. Ich verstehe schon, wenn er ‚Mr. Tambourine Man‘ nicht spielen will. Vielleicht hat er die Nase voll davon, aber ich würde es gerne hören. Und ich habe dafür bezahlt.“
Ganz anders sei es, wenn er Konzerte spiele: „Wenn ich auf Tour gehe, weiß ich meistens, wer im Publikum sitzt. Es sind sozusagen Familien. Das können also Großväter in meinem Alter sein, oder ihre Kinder, und dann vielleicht deren Kinder. Das Spektrum ist also ziemlich breit. Ich denke mir dann: ‚Nun, wir könnten Songs spielen, die sie nicht kennen. Ich habe viele Lücken in meinem Repertoire. Aber sie haben viel Geld bezahlt‘.“
Wir sollten alle mehr „Hey Jude“ hören
McCartney nutzte das ausführliche Interview, bei dem er Fragen von Fans gestellt bekam, um einige Dinge klarzustellen. So sprach er unter anderem über seinen für andere nicht immer ganz einfachen Ehrgeiz, den Wert von Berühmtheit in unserer Zeit und die heilende Wirkung von „Hey Jude“ im von Trump polarisierten Amerika.
Der Sänger ist gerade auf Werbetour für sein kommendes Album „The Boys of Dungeon Lane“, das am 29. Mai erscheint. McCartneys 18. Soloalbum enthält 14 Songs, die gemeinsam mit Andrew Watt produziert wurden (der auch die Finger im Spiel der nächsten Platte der Rolling Stones hat). Auf der LP befindet sich mit „Home To Us“ auch sein erstes Duett mit Ringo Starr.