„It is too late now to say sorry“: San Francisco wehrt sich gegen Justin Biebers Graffiti-Werbung

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„It is too late now to say sorry“: San Francisco wehrt sich gegen Justin Biebers Graffiti-Werbung

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In einer Zeit, in der der Konkurrenzdruck in der Musikindustrie mehr und mehr steigt, müssen sich die Popstars besondere Werbemaßnahmen überlegen, um neue Alben möglichst weit vorne in den Charts zu platzieren. Justin Bieber promotete seine LP ‚Purpose’ mittels Graffitis in belebten Gegenden von San Francisco oder New York. Mit regenfester Farbe wurde so an diverse Stellen der Albumtitel inklusive Veröffentlichungstermin gesprüht.

Was Fans und Künstler gefällt, löste jedoch bei den Behörden San Franciscos wenig Begeisterung aus. Dennis Herrera, der gewählte Stadtrechtsanwalt, bezeichnet diese Guerilla-Offensive als eine „illegale Ausbeutung“ des Stadtbildes, die eine gefährliche Ablenkung der Fußgänger hervorrufen könne.

Herrera postete Beweisbilder auf seiner offiziellen Homepage und versah diese mit einer Liedzeile des neuen Albums: „Es ist zu spät, sich zu entschuldigen.“ Eine klare Ansage in Richtung Bieber, die Harrera in einem Brief an Def Jam, dem Label des Sängers , sowie an Universal weiter ausbaut.

Diese Guerilla-Vermarkter glauben, dass sie über dem Gesetz stehen

Die Graffiti „teilen unserer Jugend auf unverantwortliche Weise mit, dass gleich gesinnte Gesetzlosigkeit und die Verachtung öffentlichen Eigentums verziehen und durch die Nutznießer – wie Mr. Bieber und die Plattenfirmen, die ihn produzieren und unterstützen – gefördert werden.“

Bieber-Graffitis
Bieber-Graffitis

Ganz ähnlich argumentiert auch Mohammed Nuru, der Leiter für öffentliche Bauarbeiten: „Diese Guerilla-Vermarkter glauben, dass sie über dem Gesetz stehen, wenn es darum geht, unsere Stadt zu vereiteln, und wir werden uns ihnen entgegenstellen.“ San Franciscos Behörden riefen nun zur Kooperation bei der Beseitigung der Graffiti auf und drohten mit Strafen gegen Biebers Label und Vertrieb in einer Höhe von bis zu 2 500 Dollar pro Sprühbild.

Laut Harreras Büro forderte die Stadt mittlerweile auch andere Unternehmen, wie IBM und NBC Universal, dazu auf, die Reinigungskosten zu tragen.Bieber, Def Jam und Universal halten sich derweil bedeckt und gaben keinen Kommentar zu den Ereignissen. Die aggressive Vermarktungs-Strategie schien sich zunächst auszuzahlen, erreichte Bieber mit ‚Purpose’ doch in den USA direkt Platz Eins, bis er von Adele vom Chart-Thron geschubst wurde.

Carlos Osorio Toronto Star via Getty Images
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