US-Armee suspendiert Besatzung, die Kampfhubschrauber über Kid Rocks Haus flog

Die US-Armee hat die Besatzung suspendiert, die am Wochenende Militärhubschrauber über Kid Rocks Anwesen in Nashville fliegen ließ.

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Die Armee hat die Besatzung suspendiert, die am Wochenende Militärhubschrauber über Kid Rocks Haus in Nashville flog – das berichtete ein US-Regierungsvertreter am Dienstag gegenüber NBC News.

Am Samstag hatte Kid Rock ein Video von sich geteilt, auf dem er zwei AH-64-Apache-Hubschrauber beklatscht, während diese sein Anwesen umkreisen – ein Areal, das er „The Southern White House“ nennt, eine Nachbildung des Weißen Hauses.

„Das ist eine Form von Respekt, die der hirnlose Gouverneur von Kalifornien niemals kennenlernen wird“, schrieb Rock als Bildunterschrift – ein klarer Seitenhieb gegen Gavin Newsom. „Gott segne Amerika und alle, die das höchste Opfer für ihre Verteidigung gebracht haben.“ Zum Redaktionsschluss war das Video bereits zehn Millionen Mal aufgerufen worden.

Armee leitet Überprüfung ein

Die US-Armee identifizierte die Maschinen als AH-64-Apache-Kampfhubschrauber, die im Raum Nashville unterwegs waren. Ein Militärsprecher erklärte am Montag, der Vorfall werde geprüft, und „falls Verstöße festgestellt werden, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen“. Außerdem sei bekannt geworden, dass die Hubschrauber von Fort Campbell in Kentucky gestartet waren, bevor sie über das Nashville-Gebiet und offenbar gezielt über Kid Rocks Anwesen flogen.

In einer Erklärung der Armee vom Montag hieß es: „Heeresflugzeugführer müssen strenge Sicherheitsstandards, Professionalität und geltende Flugregelungen einhalten. Eine verwaltungsinterne Überprüfung läuft, um den Einsatz zu bewerten und die Einhaltung von Vorschriften und Luftraumanforderungen zu verifizieren.“

In einem Interview prahlte Rock mit seiner engen Freundschaft zu Präsident Donald Trump und zeigte sich wenig besorgt. „Ich glaube, [die Piloten] kommen da heil raus – mein Kumpel ist der Oberbefehlshaber“, sagte Rock dem Nachrichtensender WKRN aus Nashville.

Zusammenhang mit Protesten bestritten

Trotz des zeitlichen Zusammenhangs mit den Überflügen am Samstag – Flugverfolgungsdaten zufolge umkreiste mindestens einer der Hubschrauber Rocks Anwesen innerhalb von drei Minuten viermal – bestritt ein Sprecher der 101st Airborne Division in Fort Campbell jeden Bezug zu den No-Kings-Protesten, die ebenfalls am Wochenende stattfanden. Die Veranstaltung zog Millionen Menschen an, darunter Bruce Springsteen, der bei der Kundgebung in St. Paul auftrat. Die Hubschrauberflüge über Kid Rocks Haus in Nashville seien „reiner Zufall“ gewesen, so der Sprecher.