Kurt Cobain: Neues „wildes, chaotisches“ Biopic vom „The Messenger“-Regisseur


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Eine gute Freundin sagte letztens im Angesicht eines Romandebüts, das fiktiv die letzten Tage von Heath Ledger aufbereitet: „Ach du scheiße, wenn schon Gus Van Sant in ‚Last Days‘ so’n Murks abgeliefert hat, möchte man sich gar nicht vorstellen, was dabei raus kommt.“ Dieser Satz kommt einem in den Sinn, wenn man nun hört, dass es bald ein Biopic über das Leben Kurt Cobains geben wird, das nach Aussage des Regisseurs „wild und chaotisch“ werden soll – ganz so wie Cobains Leben eben war.

Aber – in diesem speziellen Fall – kann man sagen: Es gibt Hoffnung. Besagter Regisseur ist nämlich Oren Moverman, der bis dato überwiegend positiv aufgefallen ist. Sein Regiedebüt „The Messenger“ mit Ben Foster und Woody Harrelson, bei dem Moverman auch Drehbuchschreiber beteiligt war, heimste nicht nur den Silbernen Bären der letztjährigen Berlinale ein, sondern war auch Golden Globe- und Oscar-nominiert. Zudem war der Israeli auch am Drehbuch zum hoch geschätzten „I’m Not There“ beteiligt.

Könnte also was werden, wenn sich Moverman des Cobain-Lebens künstlerisch annimmt. Seinen Ansatz erklärte er dem britischen Guardian kürzlich so: „Die Leute kennen ja nur die Kurzversion: er nahm ne Menge Heroin, schrieb ‚Smells Like Teen Spirit‘, wurde der größte Rockstar der Welt – und brachte sich um. Toll. Das sind für mich die Dinge, die mich am wenigsten interessieren.“ Aber er versprach zugleich: „Keine Panik, es wird nicht ganz so sprunghaft wie bei ‚I’m Not There‘ – ich bringe Sie schon von A zu Z.“

Moverman hält sich im Groben an die 2002 erschienene Biographie von „Heavier Than Heaven“ von Charles R. Cross. Außerdem hat sich Moverman Courtney Love als Executive Producer ins Boot geholt. Ob das dem Film gut tun wird, wird sich zeigen. Wer Cobain spielt, und wann der Film kommen wird, ist noch nicht genauer bekannt. Gerüchte, „Twilight“-Star Robert Pattinson solle Cobain spielen, wurden heftig dementiert. Allerdings äußerte Loves Manager die Vermutung, seine Klientin wünsche sich Scarlett Johanssen für ihre Rolle. Die müsste sich dann allerdings noch ein wenig mehr verleben, damit das passt…