Lianne La Havas: Sanfte mit Dutt. Im November erneut auf Tour!


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Soeben ist ihr Debüt „Is Your Love Big Enouh“ erschienen – nun gibt es neue Konzertdaten von Lianne La Havas in Deutschland. ROLLING STONE präsentiert die Tour.

Lianna La Havas live – präsentiert von ROLLING STONE

27.11.2012 Berlin / Postbahnhof
28.11.2012 Köln / Stadtgarten
29.11.2012 Frankfurt / Zoom
02.12.2012 München / Ampere
03.12.2012 Hamburg / Gruenspan

Lesen Sie nun unser großes Feature: „Die Sanfte mit Dutt“

Für Vorschusslorbeeren wie „Pop’s Next Superstar“ und „The most striking voice since Adele“ schwankt Lianne La Havas in diesem Moment doch sehr bedenklich. Das liegt allerdings nicht am fehlenden Selbstbewusstsein, sondern an schwarzen Wedges, Plateauschuhen mit einem Absatz von nahezu zehn Zentimetern Höhe. Sie bereiten der 22-jährigen Engländerin bei ihrem Gang über den unebenen Kiesplatz linkerhand der Berliner Volksbühne gehörige Probleme. Gerade noch hat La Havas in einer Art Container-Studio eine Session für eine Nachrichtenagentur gespielt und ihre Biografie in ein paar griffigen Sätzen nachgezeichnet. Nun zieht es sie hinaus in die Mai-Sonne. Wenn nur diese Schuhe nicht wären.

Auf dem Weg zu einer Parkbank muss sich Lianne La Havas sogar reflexartig aufstützen und fragt deshalb auch gleich noch nach einer Zigarette, obwohl sie das Rauchen eigentlich aufgegeben hat. Ihre Zunge drängelt sich dabei zwischen den Zahnreihen und ihren vollen Lippen hindurch und unterstützt ein spitzbübisches Grinsen. Ihren so charakteristischen Dutt, einen voluminösen Haarknoten, hat Lianne La Havas wie meistens schräg auf dem Kopf sitzen, so dass sie bisweilen wie eine einohrige Micky Maus aussieht – und damit bereits wie ein halbe Pop-Ikone. Es ist nur ein Augenblick. In diesem aber ist Lianne La Havas weit weg von den PR-Verpflichtungen und ihren vorerst letzten, allesamt ausverkauften Konzerten auf kleineren Bühnen, die sie innerhalb von zwei Wochen durch ganz England und halb Europa bis nach Los Angeles führen.

Dort wird Stevie Wonder im Publikum sitzen und ihr im Anschluss zu ihrem Talent gratulieren. Den Produzenten Rick Rubin, in seinem Enthusiasmus für Soulstimmen durch Adele neu befeuert, und Prince hat sie auch bereits getroffen. Letzterer ließ La Havas im März gar für eine Audienz zu sich nach Minneapolis einfliegen. Bei einem Konzert in Sydney hat er seine Background-Sängerinnen ihr Soul-Melodram „Lost & Found“ singen lassen. Wen verwundert da, dass Lianne La Havas kurz noch einmal das kesse Mädchen mit griechisch-jamaikanischen Wurzeln aus dem ärmeren Süden Londons sein muss, das im Treppenhaus der Volksbühne vor sich hin jodelt und ihrem Gegenüber vergnügt die Zunge entgegenreckt? Und eben nicht diese erstaunlich kultivierte Newcomerin, deren Erfolg durch die Nennung in der vielbeachteten „Sound of 2012“-Liste der BBC und den TV-Auftritt bei „Later … with Jools Holland“ im Oktober 2011 längst eine self-fulfilling prophecy ist. Nach der mehr von Urban Music beeinflussten Emeli Sandé ist sie die nächste Enkeltochter des britischen Soul.



The Stranglers: Alles, was man über den Hit „Golden Brown“ wissen muss

Dave Greenfield, der seit 1975 für die britische Gruppe The Stranglers an den Keyboards saß und auch sang, starb am Sonntag (03. Mai) an den Folgen des neuartigen Coronavirus. The Stranglers gelang 1977 gleich mit ihrem Debüt-Album „Rattus Norvegicus“ der Durchbruch. Die Platte enthielt die erfolgreichen Singles "Peaches" und "(Get a) Grip (on Yourself)". In den Folgejahren konnten sich die Musiker ein großes Publikum erarbeiten, auch angetrieben von Greenfields kompliziert-barockem Keyboardspiel. Der größte Erfolg der Band blieb stets der 1982 veröffentlichte Song „Golden Brown“. Geradezu paradigmatisch zeigte sich hier das Genie des Keyboarders, mit einprägsamen Tastenmotiven den geschmeidigen Gesang von…
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