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Lindenberg, Grönemeyer und Maffay müssen Solidaritäts-Konzert für Flüchtlinge absagen


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Die Flüchtlingskrise ist tagtäglich in aller Munde und vor allem auch in den Nachrichten. Doch neben Akzeptanz und Hilfsbereitschaft zeigen sich auch immer wieder fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung.

Dagegen wollten Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und Peter Maffay ein musikalisches Zeichen setzen und als eine Art Supergroup deutschsprachiger Pop-Musik am 4.Oktober ein Soli-Konzert vor dem Brandenburger Tor spielen. Doch nun wurde der Gig aufgrund technischer Probleme gecancelt.

Feier zum Tag der Deutschen Einheit sprach dagegen

Laut Veranstalter Dirk Becker kollidieren die organisatorischen Maßnahmen dafür mit den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Die Bühne der Veranstaltung am 3. Oktober sollte ursprünglich auch Lindenberg und Co. dienen, doch nun wurde festgestellt, dass dann eine größere und höhere Bühne nötig sei.

Einen Ausweichort scheint es nicht zu geben. Zumindest wird momentan (noch) nicht nach Ersatz gesucht.

 


Legendäre Konzerte: Udo Lindenberg live im Palast der Republik, Ost-Berlin 1983

Lange hatte Lindenberg die deutsche Teilung thematisiert und sich um eine Auftrittserlaubnis in der DDR bemüht. Als erster bundesdeutscher Musiker überhaupt spielte er schließlich im Oktober 1983 auf Einladung des damaligen FDJ-Vorsitzenden Egon Krenz bei einer "Rock für den Frieden" genannten Veranstaltung im Ost-Berliner Palast der Republik - vor linientreuem Publikum. Udo Lindenberg durfte keine DDR-Tour machen Die bereits erteilte Zusage für eine anschließende DDR-Tournee wurde ihm indes entzogen, nachdem er auf der Bühne gegen die Aufrüstung in beiden Teilen Deutschlands wetterte und sich mit seinen vor der Halle eingekesselten Fans solidarisierte. Udo Lindenberg über seinen Auftritt in Ost-Berlin „Die…
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