MacGyver und die Heimwerker-Könige

Praktiker ist pleite. Das ist schade, aber eigentlich war das abzusehen – es gibt einfach nicht genug Heimwerker-Fernsehserien, die Menschen dazu inspirieren, ihr Zuhause zu verschönern! Während Dutzende Ärzte und Pathologen, Polizisten und Detektive, Büroangestellte und Kellnerinnen über den Flachbildschirm laufen, fallen mir nur drei Handwerker ein, die es in der Fernsehgeschichte zu Weltruhm gebracht haben:

1. Tim Allen in „Hör mal, wer da hämmert“

Als „Heimwerkönig“ Tim Taylor gelang es dem Komiker, seine Frau Jill und die Söhne tagtäglich verrückt zu machen, in dem er dauernd Sachen kaputtreparierte. Allerdings verdiente er mit Werkzeug auch sein Geld: In der Sendung „Tool Time“ machte er sich nicht nur ständig über den bärtigen Schreiner Al Borland lustig, sondern präsentierte die fiktiven Binford-Produkte so überzeugend, dass sich jeder solche Monstermaschinen zulegen wollte. Oder auch nicht. Lief von 1991 bis 1999.

2. Richard Dean Anderson in „MacGyver“

Keiner konnte mit einem Taschenmesser und Klebeband so viel erreichen wie der Tausendsassa Angus MacGyver, der niemals eine Schusswaffe brauchte, um sich aus jeder Bredoille zu retten und Bösewichte zur Strecke zu bringen. Sein kreativer Umgang mit Alltagsgegenständen war legendär, seine Vokuhila-Frisur auch. Lief von 1985 bis 1992.

3. James Denton in „Desperate Housewives“

Als Mike Delfino lag Denton ständig unter Waschbecken und kümmerte sich aufopferungsvoll um defekte Leitungen und andere Störungen – vorzugsweise bei Frauen, die nicht nur sein Geschick, sondern auch seine Muskeln bewunderten. Die nervigste davon, Susan Mayer, hat er dann auch geheiratet – bevor er den Serientod starb. Lief von 2004 bis 2012.

So geht das doch nicht weiter! Zumindest Tim Allens neue Serie „Last Man Standing“, die seit 2011 in den USA läuft, könnte man endlich mal importieren. Vielleicht gibt es inzwischen sogar Rabatt darauf?


NEWS: Udo Lindenberg beim IMA – Panikrocker mit Haltung

Als Kind in kleinbürgerlichen Verhältnissen im westfälischen Gronau träumte Udo Lindenberg sich in die Ferne: von Hollywood und von großen Schiffen, auf denen er die Welt bereisen wollte. Mit 15 trommelte er auf Ölfässern, mit 17 ging er als Musiker nach Frankreich und nach Libyen, wo er auf einem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt auftrat. Desillusioniert kehrte er heim, studierte an der Musikschule in Münster, leistete seinen Wehrdienst und zog 1969 nach Hamburg, also in die Nähe der großen Schiffe. Dort spielte er Schlagzeug bei Peter Herbolzheimer und der Folk-Rock-Band City Preachers, etablierte sich im Onkel Pö – Epizentrum der Hamburger Musikszene –, spielte mit Klaus…
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