Madonna: Hallo Papst – wollte mal im Vatikan vorbeischauen!


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Verstrickt in Skandälchen über ihren „Toyboy“ und öden Debatten über ihren angeblich nicht altersgerechten Style, hatte Madonna in der letzten Zeit etwas ihren popkulturellen Punch verloren. Musikalisch ordnet sie gerade ihren Backkatalog. Ihr drittes Remix-Album, benannt nach der „Madame-X“-Single „I Don’t Search I Find“, für ist für den Juni angekündigt.

Nun erinnert sie sich an ihr Leib-und-Seelen-Thema: Die katholische Kirche, hier vertreten durch den Papst höchstpersönlich. Via Twitter bat sie Franziskus um ein persönliches Beichtgespräch.

Die „gute Katholikin“ schreibt mit kapriziösem Unterton: „Seit meiner letzten Beichte mögen einige Jahrzehnte vergangen sein. Wäre es daher nicht möglich sich eines Tages mal zu treffen, um einige wirklich wichtige Dinge zu besprechen?»“

Besonders unfair empfindet sie ihre Exkommunizierung, die sie erstmals 1986 im Zuge ihres Hits „Papa, Don’t Preach“ angeprangert hatte. Mittlerweile spricht sie von gleich drei Ausschlüssen aus der Glaubensgemeinschaft. Katholische Stellen hatten sich dazu übrigens nie offiziell geäußert.

Seit Anbeginn ihrer Karriere war „Blasphemie“ ein wiederkehrendes Motiv in der Karriere von Madonna Louise Ciccone, die aus einer italienischen Einwandererfamilie stammt. Kreuz-Symbole waren anfangs ebenso präsent wie überhöhte Heiligen-Verehrung. Von „Like A Virgin“ bis heute.

Auch in späteren Jahren ließ sie nicht locker. Zur Europa-Tournee 2006 war sie etwa in Jesus-Pose mit Dornenkrone am Kreuz zu sehen, was ihr eine flammende Missbilligung von Kardinal Ersilio Tonini einbrachte.

Zwei Jahre später dann ein Seitenhieb auf die unbefleckte Geburt Marias. Bei einem Konzert in Rom sprach sie den deutschen Papst Benedikt XVI mit dem 1980er-Klassiker „Like A Virgin“ persönlich an. „Ich widme dieses Lied dem Papst, weil ich ein Kind Gottes bin“.

Mit ihrem Appell an Franziskus spekulieren Madonna-Fankreise nun darüber, ob sie mit ihrer Twitter-Aktion wirklich ein ernsthaftes Papst-Gespräch sucht. Will sie gar eine „Versöhnung“ anbahnen?

Immerhin hatte sie 2016 in einem Interview auf ihren inneren Kampf hingewiesen: „Ich fühle auch eine unerklärliche Verbindung zum Katholizismus, wie sich in all meinen Werken zeigt“.