Martin Scorsese will Robert De Niro für „The Irishman“ digital verjüngen

Seit mehr als 25 Jahren versucht Regisseur Martin Scorsese bereits sein Kriminaldrama „The Irishman“ zu verwirklichen. Bisher blieb es nur ein Traum, der für viele Projekte (zum Beispiel den 2017 startenden „Silence“) aufgegeben wurde. Doch nun scheint die Realisierung doch näher zu rücken – dank neuster Digitaltechnik.

Wie „Cinema Blend“ berichtet, soll die auf Tatsachen beruhende Story über den Auftragsmörder Frank Sheeran nun endlich mit Robert De Niro und Al Pacino auf die Leinwand gebracht werden. Dass die beiden Schauspieler inzwischen zu alt sind, um in dem Stoff authentische Rollen zu übernehmen, will Scorsese mit Tricktechnik wettmachen, die auch schon Rober Downey Jr. in „Captain America: Civil War“ digital verjüngte und im neuen „Star Wars“-Film „Rogue One“ mit beeindruckendem Ergebnis genutzt wurde.

Tricktechnik macht’s möglich

Damit könnten Rückblenden in „The Irishman“ gezeigt werden, bei denen Pacino und De Niro als Schauspieler nicht mehr ausgetauscht werden müssten. Gaston Pavlovich, der Produzent des Filmprojekts, sagte „Cinema Blend“: „Man braucht keine Prothesen, kein Make-Up – die Schauspieler können einfach tun, was sie können. (…) Wir sind nun in der Lage, De Niro zu filmen und dann eine Szene zu entwickeln, in der er 20, 40 oder 60 Jahre alt ist, zumindest können wir uns das für ‚The Irismhan‘ derzeit gut vorstellen. Man stelle sich De Niro nur noch einmal vor, wie er in ‚Der Pate – Teil II‘ ausgesehen hat, so wird man ihn bald wieder erleben können.“

Ein wenig Zeit wird noch ins Land streichen, bevor „The Irishman“ ins Kino kommt. Drehstart ist im Februar oder März, damit der Film rechtzeitig zur Oscar-Saison 2018 ins Kino kommt. Drehbuchautor Steven Zaillian („Schindlers Liste“) adaptiert dafür Charles Brandts Buch „I Heard You Paint Houses…“. Scorsese und De Niro arbeiteten zuletzt 1995 für „Casino“ zusammen.

 


Podcast Freiwillige Filmkontrolle: „The Irishman“ – das Filmereignis des Jahres? Um Gottes Willen!

Der meisterwartete Netflix-Film des Jahres, und nach Erscheinen sofort als Martin Scorseses Meisterwerk gefeiert: „The Irishman“, das verfilmte Leben des Auftragskillers Frank Sheeran, mit Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci und Harvey Keitel. Macht also vier Mafia-Darsteller plus den Mafia-Regisseur, das „Gipfeltreffen der Gangster“. Die Freiwillige Filmkontrolle kann leider nicht mitjubeln. Die Redakteure Sassan Niasseri und Arne Willander decken unzählige Schwächen des 229 Minuten langen Epos auf. Einfaches Beispiel: Haben Sie jemals – außerhalb eines Roadrunner-Cartoons  –Dynamit-Stangen im Film gesehen, auf denen tatsächlich das Wort „DYNAMITE“ prangt? „The Irishman“ – Der Film im Check: Weiterhören: Once Upon a Time…
Weiterlesen
Zur Startseite