Martin Short über den Tod seiner Tochter: „Dad, lass mich gehen“

Im Gespräch mit CBS Sunday Morning bricht Martin Short erstmals sein Schweigen über den Suizid seiner Tochter Katherine im Februar dieses Jahres.

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Martin Short hat erstmals öffentlich über den Tod seiner Tochter durch Suizid gesprochen.

Im Gespräch mit „CBS Sunday Morning“, anlässlich der Veröffentlichung des Netflix-Dokumentarfilms „Marty: Life Is Short“, erzählte der Komiker und Schauspieler, wie sehr ihn Schicksalsschläge schon früh geprägt haben – er verlor einen älteren Bruder und beide Elternteile, bevor er 20 war.

„Was das in mir entwickelt hat, war dieser Muskel des Überlebens, des Umgangs mit Trauer und eine bestimmte Perspektive darauf“, sagte Short.

Verluste ohne Ende

Das Leid setzte sich im Erwachsenenleben fort: Seine Frau Nancy Dolman starb 2010 an Krebs, seine langjährige Freundin und Weggefährtin Catherine O’Hara starb im Januar, und wenige Wochen später verlor er im Februar seine Tochter Katherine durch Suizid.

Über Katherines Tod sprach Short nun zum ersten Mal: „Es war ein Albtraum für die Familie. Aber ich verstehe es so: Psychische Erkrankungen und Krebs – wie bei meiner Frau – sind beides Krankheiten, und Krankheiten können manchmal tödlich verlaufen.“

Er fuhr fort: „Meine Tochter hat lange mit schweren psychischen Problemen gekämpft – Borderline-Persönlichkeitsstörung, noch andere Dinge – und hat ihr Bestes gegeben, bis sie nicht mehr konnte. Nancys letzte Worte an mich waren: ‚Martin, lass mich gehen.‘ Und was Katherine mir sagen wollte, war dasselbe: ‚Dad, lass mich gehen.’“

Weitermachen trotz allem

Trotz allem bleibt Short standhaft: Eine neue Staffel von „Only Murders in the Building“ steht kurz vor dem Dreh, und er plant, gemeinsam mit seiner Co-Star und inzwischen auch Freundin Meryl Streep auf den Broadway zurückzukehren. „Wir versuchen, etwas auf die Beine zu stellen, sind uns nur nicht sicher, ob das Publikum mitspielt“, scherzte Short gegenüber „CBS Sunday Morning“. „Es ist ein Risiko – man weiß nie, wie Meryl an der Kinokasse läuft. Aber hoffen wir das Beste.“

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil