Highlight: Die 5 besten Unplugged-Alben: Rock, der Geschichte geschrieben hat

Max Raabe im Interview: „… und die Lehrer meinten, nur Opernsänger zählen“

Mit „Max Raabe & Palast Orchester – MTV Unplugged“ haben Max Raabe und das Palast Orchester unlängst ein Album im Rahmen der populären Musik-ohne-Strom-Reihe des Fernsehsenders veröffentlicht. Vor handverlesenem, gut gekleideten Publikum nahmen der Sänger und seine Band ein Konzert in Clärchens Ballhaus in Berlin-Mitte auf. Begleitet wurden sie von Gaststars wie Herbert Grönemeyer, Samy Deluxe, Lars Eidinger und dem finnischen Rocker und ESC-Gewinner Lordi. 

ROLLING STONE traf Raabe vor Ort zum Interview.

Wie kamen Sie auf die Idee eines „Unplugged“-Albums?
(lacht) Das wüsste ich auch gern! Vor allem wäre ich im Leben nicht darauf gekommen, als Künstler bei „MTV Unplugged“ eingeladen zu werden. Ich habe versucht mir vorzustellen, ob und wie ich in das Format passen könnte. Wahrscheinlich liegt genau darin der Reiz. Zuerst dachte ich ja, das Projekt riecht nach viel Arbeit – und einer Menge Potenzial sich zu blamieren! Dann dachte ich darüber nach, wie es wäre, wenn man Leute einlädt, auf die man gar nicht kommt. Ich habe auf dem Schulhof auch immer gerne mit Rabauken gespielt. Ich fand grenzübergreifende Geschichten stets spannend.

Hat MTV bei Ihnen angerufen?
An den genauen Vorgang kann ich mich nicht mehr erinnern. Es war auf jeden Fall plötzlich ein Thema.  Dann haben wir uns mit den Verantwortlichen von MTV getroffen – wir haben ja kein externes Management, das machen wir alles selbst.  Unser Geschäftsführer spielt bei uns das erste Alt-Saxophon.Wir sprachen mit den Verantwortlichen von Universal , Joe  Chialo von Airforce 1 und unserem Team von der Deutschen Grammophon, und dann auch schon mit Mara Ridder-Reichertund ihrem Team von MTV. Und dann haben wir einfach mal ein bisschen drauflosgequatscht. Das hat mir gefallen.

MTV richtet sich normalerweise an ein Publikum, für das Ihre Musik eher traditionell klingt.
Ja, MTV und ich, das sind eigentlich zwei verschiedene Welten. Man müsste fragen, was sie geritten hat, auf mich zuzukommen. Aber schon die ersten Gespräche waren sehr konstruktiv und spannend. Und dann haben wir ein überlegt, wen man als musikalische Partner für „Unplugged“ anfragen könnte.



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