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Metallica: Kirk Hammett im Interview

Too Much Horror Business
Too Much Horror Business

Dieser Tage erscheint im Abrams-Verlag das Buch „Too Much Horror Business – The Kirk Hammett Collection“ – ein üppiger Fotoband, in dem der Gitarrist von Metallica seine Sammlung an Horrorfilm-Memorabilia zur Show stellt. Unser US-Kollege Greg Prato nahm dies zum Anlass, um mit Hammett über seine Liebe zum Horrorfilm, aber auch über seinen Arbeitgeber Metallica zu sprechen. Zu den Planungen für ein neues Album sagte dieser: „Sobald wir unseren 3D-Film fertig haben, werden wir uns zusammenhocken, um an ein paar Riffs zu arbeiten. Das alles wird sehr bald passieren.“

Du hast seit Jahren Horrorfilm-Accessoires gesammelt. Warum jetzt der Entschluss, die Sammlung in Buchform rauszubringen? Und wie kam das zustande?
Alles in diesem Buch ist tatsächlich Teil meiner Sammlung. Ich bin Horrorfilm-Fan seit ich fünf bin und sammele Horror-Zeug seit ich sechs bin – Monster-Magazine, Comics, Bücher, was auch immer. In den letzten fünf Jahren habe ich dann ein paar Ding erstanden, die meine Sammlung entschieden aufgewertet. Richtig aufgewertet. Also dachte ich mir: „Ich kann nicht der einsame Sammler sein. Es ist Zeit, meine Sammlung mit der Welt zu teilen.“

Das Buch ist also mein Geschenk an all die Monster Kids und Horror-Nerds da draußen, die das Zeug genauso lieben, wie ich es tue. Die Idee war, nicht bloß ein Buch voller Bilder zu machen, sondern auch meine Persönlichkeit einfließen zu lassen. Also gibt es darin Interviews, in denen ich über die Leidenschaft des Sammelns spreche. Und Bilder von mir mit meiner Sammlung – sogar eines von mir als mein Horror Alter Ego „Kirk Von Hammett“.

Ich hoffe, die Leute werden von diesem Buch nicht enttäuscht sein. Ich habe Herz und Seele in die Arbeit gesteckt und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Was ich auch sein darf: Ich habe jedes verdammte Bild in dem Buch arrangiert und jedes Wort und den ganzen Grammatik-Kram überprüft – von Anfang bis Ende. Es ist ein Kind der Liebe – und ich bin stolz darauf.

Die Leser des US-Rolling Stones haben kürzlich die besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt. Vier Metallica-Alben haben es in die Liste geschafft – und „Master Of Puppets“ landete auf Platz 1.

Das ist der absolute Wahnsinn. Es ist auch mein Lieblings-Metallica-Album. Wir hatten in dem Line-up, in dem wir es aufnahmen, drei Jahre zusammengespielt. Wir hatten da definitiv einen Höhepunkt unserer Karriere. Es war der Sound einer Band, die gelernt hatte, unheimlich gut zusammenzuarbeiten. Damals haben wir bloß ein weiteres Album aufgenommen. Wir hatten keine Ahnung, dass es so an Bedeutung gewinnen würde über die Jahre.

Es war das erste Mal, das wir mehr Zeit im Studio verbringen konnten und auch mal ein paar Tage länger an Gitarrensounds und Overdubs feilen konnten. Es war eine gute Zeit für mich – und ich pokerte oft mit [dem damaligen Bassisten] Cliff Burton im Studio. Wir haben gezockt, während wir darauf warteten, dass Lars einen Song fertig bekam – was manchmal Tage dauern konnte und schon mal richtig langweilig für uns wurde.

War Cliff ein guter Pokerspieler?

Er war ein sehr guter. Aber wenn er einmal zu oft verloren hatte, war er angepisst, fluchte laut, stand auf und verließ den Raum. Er war ein schlechter Verlierer, wenn er mal nicht auf der Siegerstraße war.

Lars Ulrich hat kürzlich gesagt, dass es frühestens 2014 ein neues Album von Metallica geben wird. Wie ist denn gerade der Stand? Und gibt es Pläne, dass Rick Rubin es produzieren soll?

Im Moment sind wir gerade recht beschäftigt mit dem 3D-Film, den wir im letzten Monat in Kanada gedreht haben. Das nimmt viel Zeit in Anspruch – und hat absoluten Vorrang. Aber wenn wir das im Kasten haben, werden wir uns zusammenhocken, um an ein paar Riffs zu arbeiten. Das alles wird sehr bald passieren. Ich kann dir wirklich noch keine Antwort auf die Rick Rubin-Frage geben, obwohl sein Name sicherlich im Raum stehen wird.

Im kommenden Jahr wird euer Debütalbum „Kill ‚Em All“ 30 Jahre alt. Wie sah damals bei den Aufnahmen ein typischer Tag für dich aus?

Verkatert aufstehen, ins Studio gehen – versuchen auf die Reihe zu bekommen, welchen Song man aufnimmt und das dann möglichst schnell hinter sich bringen. Wir haben das Album glaube ich drei Woche oder so eingespielt. Verrückt. Es gab damals kaum Zeit für Experimente. Es lief eher so: Hingehen, aufnehmen, dabei so gut spielen, wie es gerade geht – und dann weiter zum nächsten Song. Für fancy Produktionsspielereien hatten wir keine Zeit. Wir mussten schnell fertig werden – und sind dann losgezogen um Pizza und Wodka zu kaufen.

Stimmt es, das „Whiplash“ einer von Kurt Cobains Lieblings-Metallica-Songs war?

Absolut. Er hat es mir selbst gesagt. Er kam zu einer unserer Shows in Seattle, während der „Black Album“-Tour. Ich kann mich erinnern, wie er mich angeschaut hat, als wir „Whiplash“ gespielt haben, dabei immer mit der Faust in die Luft geschlagen hat und am Ende das „Daumen hoch!“-Zeichen gemacht hat. Ich dachte: „Cool. Kurt, ich weiß, du liebst diesen Song. Der ist für dich!“. Ich kannte Kurt wirklich ein wenig und hing manchmal mit ihm ab. Er war ein echt großer Metallica-Fan – ich war echt überrascht, in welchem Maße. Er liebte „Ride The Lightning“ – er verehrte das Album.

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