Michael Holm über Dieter Thomas Heck: „Die letzten Monate waren die Hölle“

Die Show-Legende Dieter Thomas Heck ist am vergangenen Donnerstag nach schwerer Krankheit gestorben. Sein Freund Michael Holm nimmt Abschied von einem langjährigen Freund.

Er war „Mister Hitparade“ und der „Schnellsprecher der Nation“.  Nach ersten Jahren als Autoverkäufer wurde Dieter Thomas Heck, der eigentlich Carl-Dieter Heckscher hieß, 1961 von Peter Frankenfeld bei der Fernsehsendung „Toi-Toi-Toi“ entdeckt. Im selben Jahr setzte er den Grundstein seiner Karriere im Radio. Große Bekanntheit erlangte er vor allem als Moderator der „ZDF-Hitparade“, deren Gesicht er zwischen 1969 bis 1984 war. Neben der „ZDF-Hitparade“ moderierte er Shows wie „Melodien für Millionen“ und Spielshows wie „Die Pyramide“.

Als Schauspieler stand Dieter Thomas Heck ebenfalls vor der Kamera. Er bekleidete Rollen im „Tatort“ oder in „Praxis Bülowbogen“. Zu seinem 70. Geburtstag sagte er: „Mein Leben war es, Menschen zu unterhalten. Dass mir dies gelungen ist, macht mich glücklich“

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Schwere Tage zum Schluss

Die Gerüchte um den schlechten Gesundheitszustand des Showmasters nahmen in den vergangenen Monaten. Michael Holm berichtete, „dass die letzten Monate die Hölle waren. Es war so furchtbar für ihn und die ganze Familie. Es hat sich keine Besserung abgezeichnet. Es waren nur noch Schmerzen und Trauer. Zum Schluss ist der Tod für ihn auch eine Erlösung.“

Dieter Thomas Heck, eigentlich Carl-Dieter Heckscher (* 29. Dezember 1937 in Flensburg; † 23. August 2018)

1966 lernten sich Dieter Thomas Heck und Michael Holm bei Radio Luxemburg kennen. Holm erinnerte sich an die erste Begegnung mit dem späteren Fernsehstar: „Wir waren uns sofort sympathisch und seitdem befreundet“. Über viele Jahre verband eine enge Freundschaft die Familien der beiden Entertainer. Holm berichtete über die gemeinsamen Feierlichkeiten: „Besonders pompös war es auf seinen jährlichen Sommerfesten, wo von Kanzler Kohl bis zu den Senderchefs alle kamen. Dieter hat es geliebt, ein bisschen wie ein Barockmensch zu leben. Er hat an nichts gespart, die Feste, die Ereignisse, alles war immer groß. Er war ein Gastgeber ganz besonderer Güte“.

Der letzte Kontakt fand im vergangenen Jahr statt: „Da haben wir besprochen, dass wir die beiden in Spanien besuchen. Aber wir haben keinen Termin gefunden, weil immer etwas dazwischenkam. Weihnachten habe ich zu meiner Frau gesagt, dass wir jetzt endlich hinfliegen müssen, weil wir nicht wissen, wie lange wir ihn noch haben. Aber Hilde hat uns gesagt, dass wir besser nicht kommen, weil es ihm so schlecht ging.“

Holm erinnert sich auf eine positive Art an seinen Freund: „Ich werde Dieter als positiven Menschen in Erinnerungen behalten. Er war immer fröhlich und wollte die ganze Welt umarmen.“

Andreas Rentz Getty Images

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