Mick Jagger verrät uns die Studio-Geheimnisse der Rolling Stones
In der Titelstory der neuen ROLLING-STONE-Ausgabe lässt uns Mick Jagger hinter die Kulissen der Band schauen. Im Interview erzählt er, wie er Paul McCartney als Bassist und Amy Winehouse als Songwriterin findet – und wie die Rolling Stones heute arbeiten. Spoiler: Ganz anders als früher.
Die Geschichten der oft wüsten und chaotischen Aufnahmesessions der Rolling Stones sind legendär. Aber wie hat die dienstälteste Rockband der Welt für ihr aktuelles Album „Foreign Tongues“ zusammengearbeitet? Beim Interview in London schilderte Mick Jagger ROLLING STONE einen typischen Tagesablauf im Studio.
„Wir beginnen um 15 Uhr und überlegen, an welchem Song wir arbeiten wollen“, erzählt Jagger. „Dann legen wir los … Sobald wir den Groove haben, läuft es eigentlich wie von selbst.“ Und offenbar sehr produktiv. „Wir haben alle zehn neuen Songs in vier Wochen aufgenommen“, sagt er, „jedenfalls die Basic Tracks.“
An denen wird später natürlich noch lange gefeilt, wenn die Band ihr Londoner Studio schon wieder verlassen hat. Aber wie sieht es an einem Stuidoarbeitstag der Stones konkret aus? „Wir schaffen in ein paar Stunden drei oder vier gute Takes. Zum Schluss wird entschieden, welcher Take der Beste ist und an welchem wir weiterarbeiten wollen. Wenn wir den Song dann fertig haben, proben wir einen anderen, den wir am nächsten Tag aufnehmen wollen, damit alle schon mal Stimmung und Akkorde kennen.“
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Illustre Gäste im Studio der Stones
So wohlgeordnet und „konzentriert“, wie Mick Jagger es nennt, entstand „Foreign Tongues“, das zweite Stones-Album dieses Jahrzehnts nach ihrer Comeback-Platte „Hackney Diamonds“. Ähnlich produktiv war die Band, deren Mitglieder sich im siebten Lebensjahrzehnt befinden, zuletzt in den Neunzigerjahren.
Gast im Studio war eine andere alte Legende: Paul McCartney. Er ist mit 84 nur zwei Jahre älter als Mick Jagger – und spielt Bass auf dem Song „Covered In You“, schon sein zweites Gastspiel auf einem Stones-Album. „Zuletzt hat er beinahe Punkrock mit uns gespielt“, schmunzelt Jagger, „nun ist es eher ein Funk-Bass, sehr schön.“
Auch vor einer großen Sängerin verbeugen sich Jagger, Keith Richards und Ron Wood mit einem Song ihres aktuellen Albums: „You Know I’m No Good“ ist eine „behutsame“ Coverversion, wie Jagger es ausdrückt, des Amy-Winehouse-Hits von 2006. „Wir haben den Groove ein wenig angepasst“, erklärt er im Interview mit Rolling Stone, „ohne den Charakter des Originals zu verändern. Es ist ein großartiger Song, der sich fantastisch singen und spielen lässt.“
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Mehr über die Rolling Stones, ihr Album „Foreign Tongues“, Ron Woods Privatarchiv und die Großtaten ihres Produzenten Andrew Watt im neuen ROLLING STONE (Ausgabe 08/26), ab 26. Juni im Handel.