Corona-Krise: So können Sie Musikern von zu Hause aus helfen – die Möglichkeiten im Überblick


von

Die Corona-Krise bedroht derzeit viele Existenzen – darunter auch die jener Menschen, die ihr Geld hauptberuflich mit Musik verdienen. Denn wenn Konzerte ausfallen müssen, bleiben gerade für kleinere Bands und Künstler kaum noch Wege, um finanziell unabhängig zu bleiben. Hier fassen wir für Sie zusammen, wie Sie jetzt ganz einfach helfen können.

Merchandise-Produkte kaufen

Ein T-Shirt, Hoodie oder ein paar Patches zu kaufen, hilft schon weiter – vielleicht hatten Sie ja ohnehin vor, sich beim nächsten Konzert damit einzudecken, und online ist nach wie vor Vieles erhältlich. Der Merchandise-Vertrieb Evil Greed aus Berlin hat die derzeitige Situation in einem Instagram-Video zusammengefasst und erklärt, dass Mailorders von Kunden weiterhin bearbeitet werden.


zum Beitrag auf Instagram


Gerade für kleinere Bands, die Merch über die Firma verkaufen, ist dies momentan eine der wenigen Einkommensquellen, die ihnen noch bleiben. Darüber hinaus helfen die Umsätze auch den Mitarbeitern der Unternehmen, die Merch-Artikel verschicken und so die Branche unterstützen. Auch viele andere Firmen und auch die Bands selbst vertreiben ihre Produkte weiterhin online. Schauen Sie doch einfach mal im Webshop vorbei – vielleicht finden Sie ein paar Stücke, die Sie bestellen möchten, um zu helfen.

Tipp: Einige Plattenläden, die Sie gern besuchen, verkaufen ebenfalls im Netz weiter. Auch sie brauchen jetzt Hilfe, um ihre laufenden Kosten zu decken.

Musikern helfen: Streamen, streamen, streamen!

Auch wenn durch Streaming weniger Geld beim Künstler ankommt, als beim Kauf von physischen Tonträgern: Nutzen Sie die Zeit zu Hause doch einfach, um so viel neue Musik wie möglich zu entdecken. So unterstützen Sie letztlich auch kleinere Acts, die derzeit zu kämpfen haben.

Musik direkt vom Künstler kaufen

Am 20. März gab die Webseite Bandcamp alle Musik-Erlöse des Tages zu 100 Prozent an die dort vertretenen Acts weiter. Der Online-Dienst, bei dem Künstler ihre Musik selbst anbieten und digital verkaufen können, nimmt sonst 15 Prozent ein. Das ist immer noch lukrativer, als sich ganz auf den Verdienst durch Streaming oder den Verkauf bei iTunes zu verlassen. Bei Letzterem geben Künstler nämlich 30 Prozent der Einnahmen an den Dienst ab. Gerade unbekanntere Bands verlinken auf ihrer Webseite oder auf Social Media daher oft auf den Vertriebsweg, der ihnen am liebsten ist.

Gekaufte Tickets nicht zurückgeben

Möglicherweise haben Sie bereits einige Tickets für Veranstaltungen gekauft, die komplett abgesagt werden mussten. Wenn Sie es verschmerzen können, verzichten Sie auf eine Rückerstattung und helfen Sie damit sowohl Veranstaltern als auch Venues und Musikern. Viele Konzerte wurden aber einfach um einige Monate verschoben – wenn Sie Ihre Karten behalten, können Sie die Acts zu einem späteren Zeitpunkt sehen und helfen damit ebenfalls.

Livestreams anschauen und teilen

Viele Acts bieten derzeit Livestreams an oder stellen Videos auf YouTube ein, um ihre Fans in den eigenen vier Wänden zu unterhalten.

Die Großverdiener unter ihnen sammeln damit Geld für gemeinnützige Organisationen, aber auch befreundete Künstler, die derzeit in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Das Anschauen und Teilen lohnt sich also, denn umso mehr Menschen haben dann die Möglichkeit, finanziell auszuhelfen.

Für Künstler spenden

Einige Acts bitten auch offen um Spenden, um die angespannte Situation zu überstehen. So kann man unkompliziert ein paar Euro über PayPal oder den in den USA beliebten Dienst Venmo schicken. Manche bitten auch über Crowdfunding-Plattformen um Unterstützung. Alternativ kann man Underground-Bands, aber auch den kleinen Lieblingsclub auf Facebook oder Instagram kontaktieren und einfach nachfragen, wie man spenden kann.

Unterstützung auf Social Media

Eine Maßnahme, die nichts kostet, soll auch nicht unterschlagen werden: Wer seiner Lieblingsband helfen möchte, kann auch einfach in den sozialen Medien auf sie aufmerksam machen. Das Posten eines Songs und das Teilen eines Posts kann bewirken, dass andere auf gute Musik aufmerksam werden und wiederum Musik streamen oder gar kaufen.

Fazit: Jeder Euro hilft jetzt

Für die meisten von uns ist die aktuelle Lage natürlich ebenfalls mit finanziellen Einschränkungen verbunden. Allerdings gilt es jetzt, sich gegenseitig zu unterstützen – jeder Euro hilft, damit wir alle nach der Corona-Krise wieder auf die Beine kommen. Und wer möchte da schon auf gute Musik verzichten? Wir jedenfalls nicht.