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Third Man Records zeigt jeden Tag einen Livestream auf YouTube


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Kulturelle Unterhaltung in schwierigen Zeiten: Das von Jack White ins Leben gerufene Label Third Man Records hat angekündigt, jeden Tag einen Livestream im Netz zu übertragen.

Third Man Records: Start des Livestreams

Jeden Tag um 18 Uhr wird ein anderer Act auf dem YouTube-Channel des Labels zu sehen sein. In der ersten Ausgabe am Donnerstag war es Luke Schneider, der den Zuschauern mit Ambientklängen den Abend versüßte. „Seht und hört unsere Lieblingskünstler, wie sie das teilen, was sie momentan während dieser unglaublich dystopischen Lebenssituation inspiriert. Wir fühlen mit euch, heben eure Laune und geben eurer Seele Futter – mithilfe der Magie, die nur ,Live‘-Musik, Poesie, Puppentheater und andere menschliche Interaktion bieten können.“

Wir von Third Man Records haben schon immer daran geglaubt, dass aus Einschränkungen große Dinge wachsen können. Aber was passiert, wenn Künstler kein Publikum haben? Wir sind uns nicht sicher, ob auch daraus großartige Dinge erwachsen können. Wir haben einen großen, leeren, blauen Raum, Kameras, Internetzugang und JEDE MENGE talentierte Freunde, die momentan nicht arbeiten können.

Im Video erklären die Verantwortlichen, dass es in der jetzigen Situation besonders wichtig sei, Künstler auch finanziell zu unterstützen – zum Beispiel, indem man Alben kauft oder ihre Songs streamt. Auf bezahlte Konzerte müssen diese schließlich momentan verzichten. Livestream-Events wie diese zeigen aber auch, wie viel Herzblut in der Musik steckt.

Einen Hinweis gibt es zudem in Sachen Sicherheit: Beim Livestream seien stets weniger als zehn Personen anwesend und alle stünden immer zwei Meter voneinander entfernt. Wer das Projekt finanziell unterstützen und den Künstlern Trinkgeld für ihren Auftritt geben möchte, kann das über die angegebenen Venmo- und PayPal-Adressen tun. Auch viele andere Künstler haben bereits Livestreams veranstaltet oder angekündigt, bald Online-Konzerte für ihre daheim sitzenden Fans zu spielen. Dazu gehören unter anderem auch Neil Young und Bela B mit einer Live-Lesung. Ebenso soll das Projekt „United We Stream“ helfen, dass Clubs in der schwierigen Situation über die Runden kommen.


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