Musikfotografie-Ausstellung: Stefan Malzkorn – „Rock ’n‘ Roll“


von

Stefan Malzkorn fotografiert seit der Kindheit, aber erst während des Studiums begann er, sich ernsthafter damit zu befassen. Ende der Achtziger fuhr er zunächst drei jahre zur See, um sich nach der Rückkehr für das Fanzine eines Freundes mit seiner Kamera vor den Bühnen Hamburgs herum zu treiben. Heute gehört er längst zu den Besten der Zunft. Seine aktuelle Leidenschaft gehört vor allem der Porträtfotografie. Aber, sagt er selbst, „die Musik ist die Passion, die Konzertfotografie der Einstieg in die Profession.“ Rockermatten im Blaulicht, Sänger im Zwielicht, Gitarren im Gegenlicht, festgehalten oft nur für den Tag und das Archiv. Unter dem Titel „Three Songs, No Flash“ zeigte Malzkorn 1999 – zunächst auf der Kölner Popkomm, dann in Bochum, Hamburg und Berlin – erstmals überregional eine Auswahl seiner Bilder.

Jetzt hat er für eine große Ausstellung auf dem Hamburger Reeperbahn Festival erneut sein mittlerweile immens gefülltes Archiv geplündert. „Rock’n’Roll“, so der zugleich beiläufig knappe wie angemessen ausufernde Titel, zeigt dabei Konzertbilder ebenso wie die Porträts, die er vor allem von Hamburger Bands von Blumfeld zu Kettcar gestaltet hat. „Ich selber fühle mich“, schreibt er im Begleittext, „inzwischen als Teil des Rock’n’Roll“ und „als Künstler mehr durch Musik als durch Bildende Kunst sozialisiert.“

Diese Nähe sieht man den Bildern an. Ob in den Porträts seines Lieblingsgegenübers Björk oder den Grabenbildern von Faith No More oder den Smashing Pumpkins – Malzkorn führt einen direkt und eng an den Menschen heran.

Die Ausstellung „Rock ’n‘ Roll“ beginnt am 25.09.2013 im dann neu eröffneten Nochtspeicher in Hamburg. In den 160 Jahre alten, historischen Räumen begegnen sich Fotografie und Musik auf visueller wie auch auf akustischer Ebene, denn während des Reeperbahn Festivals wird die Ausstellung von DJ-Sets und Live-Acts begleitet. Eine Auswahl von Malzkorns Bildern finden Sie in unserer Galerie.


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
Weiterlesen
Zur Startseite