Mystikal zu 20 Jahren Haft verurteilt – nach Schuldeingeständnis in Vergewaltigungsfall
Der Louisiana-Rapper bekannte sich im März der Vergewaltigung dritten Grades schuldig – jetzt fiel das Urteil.
Rapper Mystikal, bürgerlicher Name Michael Tyler, ist zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er gestanden hatte, im Jahr 2022 eine Frau in seinem Haus in Louisiana vergewaltigt zu haben.
Das Opfer, das am Dienstag im Gerichtssaal anwesend war, forderte laut dem Sender WBRZ die Höchststrafe. In ihrer Aussage vor Gericht schilderte sie, dass Tyler sie geschlagen, ihr Zöpfe aus dem Haar gerissen und sie gewaltsam vergewaltigt habe.
Im Anschluss an ihre Aussage erklärte Tyler vor den Anwesenden: „Wenn ich dir das angetan habe, verdiene ich die Höchststrafe.“ Der Rapper wurde daraufhin wegen Vergewaltigung dritten Grades zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Schuldeingeständnis statt Prozess
Im Jahr 2022 war Tyler festgenommen und später wegen Vergewaltigung ersten Grades, einfachem Raub, häuslicher Gewalt und Freiheitsberaubung angeklagt worden. Damals plädierte er auf nicht schuldig; der Prozess war für März angesetzt. Noch vor Prozessbeginn einigte er sich jedoch auf einen Plea Deal und bekannte sich der minderschweren Vergewaltigung dritten Grades schuldig – eine Vereinbarung, die seine mögliche Strafe erheblich reduzierte, da auf den ursprünglichen Vorwurf der Vergewaltigung ersten Grades automatisch lebenslange Haft gestanden hätte.
Das Opfer hatte 2022 angegeben, Tyler habe sie sexuell missbraucht und gegen ihren Willen festgehalten. Bei einer Anhörung im August 2022 sagte Detective Garrett Keith vom Sheriff’s Office aus, dass eine weibliche Bekannte Tylers am Abend des 30. Juli sein Haus aufgesucht hatte, um eine mutmaßliche finanzielle Vereinbarung zu besprechen. Keith berichtete, die Frau habe geschildert, dass Tylers Verhalten abrupt umgeschlagen sei: Er sei gewalttätig geworden und habe sie anschließend mutmaßlich sexuell angegriffen. Aufgrund seiner Vorstrafen wurde Tyler ohne Möglichkeit einer Kaution in Haft gehalten.
Tyler war bereits 2003 wegen sexuellen Übergriffs auf seine Friseurin verurteilt worden und hatte dafür sechs Jahre Gefängnis verbüßt, bevor er 2010 entlassen wurde. 2017 sah er sich einem weiteren Sexualstrafverfahren gegenüber, in dem ihm Vergewaltigung ersten Grades und Entführung zweiten Grades vorgeworfen wurden. Die Anklagepunkte wurden im Dezember 2020 von einem Grand Jury aufgrund neu aufgetauchter Beweise fallen gelassen.