Neu im Plattenregal: Die Alben der Woche vom 21. Oktober


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Leider ist die Plattenladenwoche schon vorbei, doch wir zeigen Ihnen weiterhin einen unserer kooperierenden Händler. Das Geschäft unseres Vertrauens diese Woche ist “ adventure – music tickets games“ in 53773 Hennef am Marktplatz 29.

Hier wieder eine Auswahl der neuen Alben im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):

Tony Bennett – „Duets II“ (Music On Vinyl/Cargo)

Amy Winehouse sang mit ihm auf diesem Doppelalbum ihr letztes Duett, Arne Willander besprach es bereits in einer Folge seines Videoblogs. Hier entlang, bitte.

Hören sie hier den Song „Body And Soul“.

Jeff Bridges – „Jeff Bridges“ (Blue Note/Capitol/EMI)

Die Review für „Jeff Bridges“ ist bereits online zu finden.

Sehen Sie hier den Song „The Man In Me“.

Coldplay – „Mylo Xyloto“ (Parlophone/Capitol/EMI)

Das teils erwartete, teils gefürchtete neue Coldplay-Album haben wir im Vorfeld bereits heiß diskutiert. Eines darf man bereits verraten, bevor Birgit Fuß die Review dann am Montag nachreicht: Genauso – teils erwartet, teils gefürchtet – klingt es auch.

Hier geht’s zum Musikvideo von „Every Teardrop is a Waterfall“.

Cymbals Eat Guitars – „Lenses Alien“ (Memphis Industries/Indigo)

Cymbals Eat Guitars kommen aus Staaten Island, New York und machen Noise-inspirierten Indie-Rock. Auch mit ihrem neuen Album „Lenses Alien“ machen sie da keine Ausnahme und frönen teils melodischen Rock-Klängen mit bübischem Indie-Gesang, teils der musikalischen Apokalypse mit schreddenden Gitarren, Saitenziehen und wahllosem Klaviergeklimper. Einstürzende Gebäude können eben auch Kunst sein, wie sie mit ihrer neuen Platte beweisen.

Hören Sie hier den Song „Definite Darkness“.

Darkness Falls – „Alive In Us“ (HFN/Rough Trade)

Zwar heißen die zwei Damen von Darkness Falls wie ein Horror-Film aus dem Jahr 2009, das ist allerdings kein Grund, ihr neues Album „Alive In Us“ zu fürchten. Darauf sind zwölf verträumt-düstere Popsongs zu finden, die ein bisschen an Mazzy Star erinnern und ab und zu etwas ins Exzentische abdriften.

Hören Sie hier den Song „The Void“.

Dirty Projectors And Björk – „Mount Wittenburg Orca“ (Domino/GoodToGo)

Die New Yorker Band Dirty Projectors und Björk machten für dieses Projekt kurzzeitig gemeinsame Sache. Auf der sieben-Song-starken EP „Mount Wittenburg Orca“ wechseln sich Björk und der Sänger der Band, Dave Longstreth, mit den Vocals ab, experimentieren aber ansonsten auch mit dem Gesang und kreieren so einen semi-a-cappella Sound.

Klicken Sie hier, um zum Song „On an Ever Onward“ zu kommen.

Emmy The Great – „Virtue“ (BRM/Rough Trade)

Emmy The Great bringt nun mit „Virtue“ ihr zweites Album heraus. Darauf bleibt sie ihrem Stil treu und kombiniert süße Melodien mit niedlich-ironischen Texten. Eine schönes Mädchen-Pop-Album für den Herbst.

Hören sie hier den Song „Dinosaur Sex“.

Kinderzimmer Productions – „Gegen den Strich“ (Trikont/Indigo)

Tatsächlich gibt es neben dem Berliner Aggro-HipHop auch anderen deutschen HipHop mit kreativen Beats, smarten Texten und gesunder Einstellung. Bekannte Namen sind da Freundeskreis, Blumentopf, Beginner oder Fünf Sterne Deluxe. Auch hörenswert: Das Ulmer Duo Kinderzimmer Productions, die auch auf ihrer neuen Platte „Gegen den Strich“ weiterhin den “ conscious rap“ kultivieren und das auch noch mit Bravour. Anhören!

Hier gibt es eine feine Version von „Wir sind da wo oben ist“ mit dem ORF Radio-Symphonieorchester.

Julian Lennon – „Everything Changes“ (Conehead/H’art) 

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm? Julian Lennon ist nonchalant in den Fußstapfen seines Vaters John gefolgt und bringt nun mit „Everything Changes“ seine mittlerweile sechstes Album heraus. An das Genie seines Vaters reicht er leider nicht heran: So sind seine Songs meist überladen und hauptsächlich kitschig.

Sehen Sie hier das Video zum Song „Lookin 4 Luv“.

William Shatner – „Seeking Major Tom“ (Cleopatra/H’art)

Captain Kirk macht Spacemusik: Schauspieler William Shatner ist dem Film- und Serienfan zwar eher aus Startrek oder Boston Legal bekannt, doch er macht zwar auch Musik. „Seeking Major Tom“ ist ein Coveralbum in dem Shatner Klassiker wie „Space Oddity“, „Rocketman“ oder die „Bohemian Rhapsody“ auf unkonventionelle Art und Weise neu interpretiert.

Sehen sie hier das offizielle Musikvideo zu William Shatners „Bohemian Rhapsody“.

Someone Still Loves You Boris Yeltsin – „Tape Club“ (Polyvinyl/Cargo)

Die Songsammlung beinhaltet B-Seiten und wohltönende Reste der letzten sechs Jahre. In dieser Zeit schafften sie vier reguläre Alben und eben diese 26 Songs, die andere Bands sicher als Album verwurstet hätten – ach was, man hätte drei draus machen müssen. Besonders erfreulich geraten ist zum Beispiel die wunderbare Slackerhymne „What’ll We Do“: „You have to work now, so get out of bed now“, wird da gesungen, und wenn Jemand das Recht hat, diese Zeile zu singen, dann sicher diese Band. Ähnlich wohl geraten ist „Lower The Gas Prices, Howard Johnson“, der ja auch schon für den Titel einen kleinen Preis verdient hätte. Mehr Quatschnummer als Song ist dann der „Song 1000“, bevor mit „Phantomwise“ und „Back In The Saddle“ wieder zwei dieser zuckerweichen Demos kommen, denen die rauschige Aufnahme gut steht.

Hier geht’s zum Song „Yellow Missing Signs“.

Veronica Falls – „Veronica Falls“ (Cooperative Music/Universal)

Max Gösche und Jörn Schlüter vergaben in unseren Quickies drei Sterne: „‚Veronica Falls‘ ist eine einzige Lo-Fi-Hommage im besten Sinne, vereint The Velvet Underground, Siouxsie And The Banshees und The Magnetic Fields, bittersüße Harmonien („Misery“) mit hektischen Dissonanzen („All Eyes On You“). Schade nur, dass es bei der bloßen Nachahmung bleibt.

Sehen Sie hier den Clip zu „Beachy Head“.

Tom Waits – „Bad As Me“ (Anti/Indigo)

Die Review von Arne Willander ist bereits online.

Hören Sie hier den Titelsong des Albums „Bad as Me“.

Bill Wells & Aidan Moffat – „Cruel Summer E.P.“ (Chemikal Underground/Rough Trade)

Die Idee zu dieser EP entstand während einer Radio Session die die beiden Künstler gaben und erweckte in ihnen beiden den Wunsch, neue Projekte anzugehen. So entstanden diese vier sanfen, jazzy Songs – unter anderem auch eine Coverversion des Bananarama-Songs „Cruel Summer“, das unglaublich aufgewertet wird.

Sehen Sie hier das Video zu „Cruel Summer“.

Wild Flag – „Wild Flag“ (Wichita/Play It Again Sam/Rough Trade)

Viereinhalb Sterne gibt es hier von Maik Brüggemeyer in seiner Review.

Hier geht’s zum Song „Romance“.