Highlight: Warum heißt die Band von Justin Vernon eigentlich Bon Iver?

Neu im Plattenregal: Die Alben vom 17. Juni 2011

Hier wieder eine Auswahl der neuen Alben im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):


Atari Teenage Riot – „Is This Hyperreal?“ (Digital Hardcore/Rough Trade)
Alec Empire mit neuen Musikern und altem Bandnamen. Das Comeback von Atari Teenage Riot ist also eher ein Neuanfang – zumindest besetzungstechnisch, musikalisch hat sich nicht so viel geändert. Das schon zu den ersten Konzerten im letzten Jahr veröffentlichte „Activate“ gab schon mal die Richtung vor: überdrehte Bässe, Parolenskandieren, Klassenkampf, Riot. Klingt heutzutage leider ein wenig dated – Schwunglosigkeit kann man Empire und Co. allerdings nicht vorwerfen. Das Album läuft im simfy-Player.

Bon Iver – „Bon Iver“ (4AD/Beggars Group/Indigo)
Die Rezension zum lange erwarteten Zweitling von Bon Iver ist bereits online. Hier der vorab veröffentlichte Track:


Digitalism – „I Love You, Dude“ (Cooperative Music/Universal)
Man weiß nicht so ganz, wo das international gefeierte Duo aus Hamburg hinwill. Der schon vorab veröffentlichte Track „2 Hearts“ – die offizielle Melt!-Hymne in diesem Jahr – klingt, als hätten Digitalism ihrem beatgetriebenen Electro-Pop abgeschworen und zuviel Emo gehört. Ihre Verneigung vor der „Reeperbahn“ wiederrum bietet Geschrei, Fadersounds und die Bässe, die man im Bauch spürt. Das Album läuft im simfy-Player.

Andreas Dorau – „Todesmelodien“ (Staatsakt/Rough Trade)
Drei Sterne gibt es in unseren Rezensions-Quickies für diese munteren Todesmelodien: „Phil-Spector-Wall-of-Sounds, Electro, Schlager, Chanson, Bontempipop: Andreas Dorau singt in sehr unterschiedlich inszenierten Liedern u. a. vom Ende des Lebens, von Fliegen und Würmern – und davon, dass wir alle Edelsteine werden. Für die deutsche Popmusik ist Dorau schon einer.“

Andreas Dorau – Größenwahn by staatsakt

Figurines – „Figurines“ (Cargo)
Drei Sterne gab es in unseren Rezensions-Quickies: „Der Titel deutet es bereits an: Nach dem letzten Album der Norweger, ‚When The Deer Wore Blue‘, das Kritiker und Fans als ‚überambitioniert‘ schmähten, folgt mit ‚Figurines‘ die Rückbesinnung aufs Simple. Fast könnte man diesen stets vorwärtspulsierenden Pop mit den funkelnden Designer-Dance-Nummern von Phoenix verwechseln, wäre da nicht Christian Hjelms Stimme zwischen Jammern und Jauchzen.“



ROLLING STONE präsentiert: Bon Iver auf Tour 2020

Mit ihrem 2019 erschienenen, vierten Album „i,i“ komplettierten Bon Iver den Jahreszeitenzyklus: auf den Winter mit „For Emma, Forever Ago“ (2007) folgten das Frühlingsalbum „Bon Iver“ (2011) und der Sommer „22, A Million“. „i,i“ schließt den Kreis nun mit dem Herbst. Für Bon Ivers Sänger Justin Vernon fühlt sich das neue Album an wie „the most adult record, the most complete”. Das hört man auch durchaus. Nach dem recht experimentellen „22, A Million“ umfasst „i,i“ das komplette musikalische Spektrum der Band. Befreit von den verzerrten Stimmeffekten, die früher eine Phase von Furcht und Angst ausdrückten, singt Vernon nun über die…
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